Kinderrechte in Bremen – Kaum Bildung, dafür gute gesundheitliche Versorgung

04. 12. 2019 um 13:15:03 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Bremen gibt von allen Ländern am wenigsten für Bildung aus. Das geht aus einer Pilotstudie des deutschen Kinderhilfswerks hervor. In Sachen Gesundheit schneidet das Land dagegen überdurchschnittlich gut ab.

In Bremen leben 110.065 Kinder. Das sind 16 Prozent der Gesamtbevölkerung des Bundeslandes. Allerdings sorgt Bremen in einigen Belangen nicht ausreichend für das Wohl seiner kleinsten Bürger, das geht aus einer Untersuchung des deutschen Kinderhilfswerks hervor. Gerade in Sachen Bildung schneidet Bremen im Ländervergleich am schlechtesten ab. Die gesundheitliche Versorgung von Kindern dagegen ist in Bremen überdurchschnittlich gut.

Kaum Ausgaben für Bildung

Der Anteil, den Bremen für allgemeinbildende und berufliche Schulen ausgibt, liegt bei 1,59 Prozent, gemessen an der eigenen Wirtschaftsleistung. Das ist der niedrigste Wert im gesamten Ländervergleich. Auch der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss liegt in Bremen besonders hoch. Mit 8,9 Prozent hat das Land Bremen den dritthöchsten Wert im Ländervergleich.

Gesundheitliche Situation ist überdurchschnittlich gut

„Das Recht auf Gesundheit“ der Kinder ist, laut der Studie, in Bremen überdurchschnittlich gut. Auf 100.000 Einwohner kommen 14 Kinderärzte. Damit führt Bremen im Ländervergleich. Auch würden sich die Kinder im Alltag ausreichend bewegen. 67 Prozent der Kinder schätzen ihre tägliche Sitzdauer demzufolge auf weniger als acht Stunden.

Der Kinderrechte-Index

Ziel der Pilotstudie des deutschen Kinderhilfswerks ist es, kinderrechtliche Entwicklungsbedarfe aufzuzeigen, aber auch Beispiele guter Umsetzung zu nennen. Der Index soll ein geeignetes Instrument für die Landesregierung sein, um die Stärken und Schwächen ihrer Kinder- und Jugendpolitik zu überprüfen und diese gezielt zu verbessern.

Die gesamte Studie gibt es zum Nachlesen HIER.





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