Keine Stachelhalsbänder mehr für Polizeihunde in Bremen

14. 01. 2022 um 09:43:04 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Ein Verbot der Nutzung von Stachelhalsbändern besteht bereits seit vergangenem Jahr. Die beantragte Ausnahme für die bundesweit ca. 3.000 Hunde bei Polizeien, Bundeswehr und Zoll wurde von dem für Tierschutz zuständigen Landwirtschaftsministerium explizit abgelehnt.

Innensenator Ulrich Mäurer: “Die Diensthunde im Lande Bremen haben sich in der Vergangenheit unbestritten als sehr wertvolle Einsatzmittel erwiesen. Sie haben in verschiedensten Einsatzbereichen die polizeiliche Aufgabenwahrnehmung unterstützt und gefördert, sodass sie auch nach meiner Bewertung unverzichtbar sind. Dies betrifft sowohl die Fähigkeiten der Spürhunde bei der Suche etwa nach Rauschgift oder Sprengstoff, als auch den beträchtlichen Einsatzwert der Schutzhunde beispielsweise bei gewalttätigen Auseinandersetzungen, wie etwa beim Einsatz gegen gewaltbereite Anhänger rivalisierender Fußballvereine.” Bremens Innensenator hat daher den Bremer Polizeipräsidenten Dirk Fasse und den Direktor der Ortspolizeibehörde Bremerhaven, Harry Götze, gebeten, das Diensthundewesen im Lande Bremen zukünftig ohne den Einsatz von Stachelhalsbändern zu gewährleisten.

Ausbildung von Polizeihunden grundlegend überarbeiten

Konsequenterweise wird ein von den Gewerkschaften der Polizei unterstützter Vorschlag Niedersachsens zur Schaffung einer Ausnahmeregelung für Diensthunde sowohl für die für den Tierschutz zuständigen Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard als auch von Innensenator Mäurer abgelehnt. Mäurer: “Es ist Zeit, das System der Ausbildung von Polizeihunden grundlegend zu überarbeiten.” Der Einsatz von Stachelhalsbändern ist untrennbar mit der weitgehenden Praxis verbunden, Tiere auf dem freien Markt einzukaufen. “Diese zugekauften Tiere sind zwar widerstandsfähig und energisch, zeigen aber häufig unerwünschte Verhaltensweisen. Diese sind zu einem nicht unerheblichen Anteil der Grund, weshalb die Vorbesitzer ihren Hund veräußern wollen”, so ein Auszug aus der fachlichen Stellungnahme der Diensthundeschule der Bundeswehr aus dem vergangenen Sommer. Die Zucht und Aufzucht von Hunden, müsse, wie in NRW, von den Polizei selbst gewährleistet werden. Dies könne in Kooperation erfolgen. Innensenator Mäurer sicherte den Polizeien für die Veränderungen des Diensthundewesens seine volle Unterstützung zu.




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