Kathrin Moosdorf tritt nach Kritik von ihrem Amt als Bremer Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft zurück

Kathrin Moosdorf gibt ihr Amt als Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft ab. Sie tue das, „um Schaden von diesem wichtigen Ressort und dem Senat abzuwenden“, heißt es in einem Statement. Am vergangenen Donnerstag musste sie Fragen zu ihrer ehemaligen Staatsrätin beantworten. Dabei ging es um den Grund des Ausscheidens von Irene Strebl und somit insbesondere um viel Geld. Nun zieht Moosdorf die Reißleine und stellt ihr Amt als Senatorin zur Disposition. Zumal auch Ulrich Mäurer und Sascha Aulepp aus dem Senat ausscheiden, wird der Umbau im Bremer Rathaus inmitten der Legislaturperiode immer größer.

Fast eine Sunde lang musste sie Donnerstag auf die Fragen des Gremiums vor dem Haushalts- und Finanzausschuss der Bürgerschaft antworten. Der Grundtenor ihrer Aussage: Sie sei es gewesen, die ihre Staatsrätin zum 01. Oktober 2025 entlassen habe. Sie habe das Vertrauen in ihre Staatsrätin verloren und sie deshalb in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Allerdings hatte die Senatorin zuvor kommuniziert, Irene Strebl gehe auf eigenen Wunsch und hatte darüber hinaus deren Arbeit gelobt. Aufgrund der aktiven Entlassung stehen der nunmehr ehemaligen Staatsrätin Ruhestandsgehälter zu.

Die FDP hatte am Freitag den Rücktritt der Senatorin gefordert, die CDU später einen Untersuchungsausschuss angekündigt. Vor allem die Opposition kritisierte das Vorgehen Moosdorfs. Die Opposition von CDU über FDP bis Bündnis Deutschland überzeugte Kathrin Moosdorf demnach nicht. Nun räumte Moosdorf Fehler bei der Versetzung Strebls ein. „Die Art und Weise, wie dies umgesetzt wurde, hat Vertrauen beschädigt. Dafür übernehme ich die Verantwortung“, sagte sie.

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