Jahresbilanz der DRF Luftrettung – Vergleichsweise wenig Einsätze in Bremen

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Seit über 50 Jahren ist die DRF Luftrettung mit Hubschraubern und Ambulanzflugzeugen unermüdlich im Einsatz, um eine optimale medizinische Versorgung von Notfall- und Intensivpatienten leisten zu können. Nun hat der Rettungsdienst seine Jahresbilanz für 2023 veröffentlicht. Demnach kam der in Bremen stationierte Hubschrauber vergleichsweise wenig zum Einsatz.

Im vergangenen Jahr wurden die Hubschrauber und Flugzeuge der DRF Luftrettung zu insgesamt 36.413 Einsätzen alarmiert. Häufigste Alarmierungsgründe waren internistische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt sowie Unfälle im Straßenverkehr, bei der Arbeit oder bei Freizeitaktivitäten.

Zahl der Einsätze in Bremen gesunken

Seit Oktober 1984 betreibt die Luftrettung auch eine Station in der Freien Hansestadt, die sich am Airport Bremen befindet. Hier kommt ein Hubschrauber des Typs H145 für die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr Bremen zum Einsatz.

Der in Bremen stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung, Christoph Weser, leistete im Jahr 2023 insgesamt 645 Einsätze, davon 341 in der Notfallrettung und 304 zum Transport kritisch kranker oder verletzter Patienten zwischen den Kliniken. Damit ist die Zahl zu 2022, in dem Christoph Weser 744 Mal zum Einsatz kam, um rund 100 Einsätze gesunken.

Weniger Einsätze gab es 2023 nur in Rheinmünster (365). Am häufigsten musste die DRF Luftrettung in Nürnberg (1.170), Regensburg  (1.775) und Rendsburg (1.776) ausrücken.

Das Notfallrettungssystem im Blick

In seiner Jahresbilanz nimmt der Rettungsdienst zudem das gesamte System der Notfallrettung in den Blick. Nach DRF könnten die vorhandenen Ressourcen in der Notfallrettung mit nur geringem finanziellem Mehraufwand im Sinne der Patienten besser genutzt werden.

Dazu gehört unter anderem die zügige Ausweitung der Randzeiten- und 24-Stunden-Bereitschaft, um die Versorgungsqualität weiter zu verbessern und an das soziale Leben anzupassen. In der Jahresbilanz heißt es:

„Denn die Veränderungen der medizinischen Landschaft durch die Schließung von Fachabteilungen und Krankenhäusern, durch fehlendes medizinisches Fachpersonal und durch weniger Ärzte und Ärztinnen im ländlichen Raum führt zu einer schlechteren Versorgung der Patienten.“

„Schnell und beherzt die richtigen Schritte gehen“

Dazu Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung:  „Die Aufgabe aller Rettungsdienste ist es, Menschen in gesundheitlich bedrohlichen Situationen möglichst schnell zu helfen – und das Tag wie Nacht.

Besonders bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen tickt die Uhr, die gesundheitliche Situation der Betroffenen verschlechtert sich mit jeder Minute mehr, die wir vom Eintreten des Notfalls bis zur Versorgung im Krankenhaus benötigen. Das bedeutet auch mehr gesundheitliche Schäden, längere Krankenhauszeiten, längere oder gar keine Genesung.

Der persönliche Schaden für die betroffenen Menschen und der wirtschaftliche Schaden für die Gesellschaft sind enorm. Deshalb müssen wir jetzt schnell und beherzt die richtigen Schritte gehen.“

 

Bild ganz oben: Mit Winden kann die DRF Luftrettung auch Einsätze in schwer zugänglichen Gebieten durchführen.

Statistik Mitte: Gesamt-Einsatzzahlen 2023 der DRF Luftrettung nach Stationen.

Quelle: DRF Luftrettung

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