Ist der Hillmannplatz noch zu retten?
Bereits im vergangenen Jahr sollte der Hillmannplatz ab dem Spätsommer bis in den Winter hinein durch eine temporäre Licht- und Raumgestaltung sowie ein kleines Kulturprogramm zu einem Ort des Verweilens werden. Doch viele Bremer meiden den berüchtigten Crime-Hotspot weiterhin.
In diesem Jahr wird das über das City 46 / Kommunalkino Bremen e.V. in Abstimmung mit der Anrainerschaft initiierte Modellprojekt fortgesetzt. Der Projektname „Tatkraft Hillmannplatz“ verweist dabei darauf, dass es sich hier um eine Initiative aus der Zivilgesellschaft zur positiven Entwicklung und Wahrnehmung des Platzes handelt, die in Kooperation mit Akteuren aus der Stadtentwicklung umgesetzt wird. Koordiniert und begleitet wird das Vorhaben durch das Projektbüro Innenstadt Bremen.
Mehr Sicherheitsgefühl mit einfachen Mitteln?
Johanna Melinkat, Mitglied der Geschäftsleitung des City 46 e.V. betont, dass der Hillmannplatz trotz seines negativen Rufs große Potenziale birgt: „Unsere Raumintervention schafft mit einfachen Mitteln mehr Aufenthaltsqualität, belebt den Platz und stärkt damit unter anderem auch das Sicherheitsgefühl.“ Ein kleines Kulturprogramm wird auch in diesem Jahr die neue Platzgestaltung flankieren: Los geht es mit einem Konzert und Silent Cinema der Initiative „Stadt neu denken“ als Kooperationspartner. Zwischen dem 16. und 24. August 2025 läuft das vielfältige Programm, das auf der Website sowie über Social Media laufend eingesehen werden kann (stadtneudenken.de/veranstaltungen/).
Wie geht es weiter?
Ob das Modellprojekt am Hillmannplatz auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden kann, soll dann im Herbst in einem Workshop unter Beteiligung der Anrainerschaft, Verwaltung und Politik diskutiert werden. Es wird wohl darauf ankommen, ob sich am schlechten Ruf und vor allem dessen Gründen bis dahin wirklich etwas geändert hat.
Bild: Mehr Licht (auch) für mehr Sicherheitsgefühl: Der Hillmannplatz mit Beleuchtung. Bildquelle: Projektbüro Innenstadt Bremen











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