Innensenatorin Högl besucht Europol

Bremens Innensenatorin Dr. Eva Högl war gestern zu Gesprächen bei der Europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag. Im Mittelpunkt ihres Besuchs standen aktuelle Sicherheitsentwicklungen und die Stärkung der europäischen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war das Phänomen „Violence as a Service“ (Gewalt als kriminelle Dienstleistung) – die gezielte Anwerbung und Instrumentalisierung, insbesondere von jungen Menschen, für Gewalttaten im Auftrag krimineller Organisationen. Eng damit verbunden ist die Frage, wie Radikalisierungsprozesse bei jungen Menschen frühzeitig erkannt und wirksam verhindert werden können.

Gemeinsame strategische Antwort

Darüber hinaus ging es um die Entwicklung von „Crime as a Service“ (Straftaten als kriminelle Dienstleistung). Gemeint ist die Beauftragung (klein-)krimineller Strukturen durch staatliche oder staatlich gelenkte Akteure, etwa um im Rahmen hybrider Einflussnahme und Kriegführung sogenannte „Wegwerfagenten“ für Straftaten einzusetzen. Auch die Bekämpfung des internationalen Drogenhandels war Gegenstand des Gesprächs. Innensenatorin Dr. Eva Högl: „Gerade bei neuen, digitalen Formen organisierter und fremdstaatlich gesteuerter Kriminalität brauchen wir einen engen europäischen Informationsaustausch und eine gemeinsame strategische Antwort. “

Bild: Innensenatorin Dr. Eva Högl und Jürgen Ebner, Europol Interims-Exekutivdirektor. Bildquelle: Innenressort

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