In der Stadthalle drohen Streiks und Programmausfälle
Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und der EVG elko Veranstaltungs- und Gebäudeservice GmbH sind nach nur einer Verhandlungsrunde gescheitert. Die EVG elko ist zuständig für die Handwerker- und Reinigungsdienste in der ÖVB-Arena und der Messe, vielen besser bekannt als Bremer Stadthalle. Nun drohen ab dem 1. Januar Warnstreiks und damit Ausfälle im Programm.
Der Arbeitgeber legte in den Verhandlungen ein Angebot über eine Erhöhung von 3% in 2026 und 2% in 2027 vor, was von der ver.di-Tarifkommission zurückgewiesen wurde. Dazu erläutert Gewerkschaftssekretär Nils Wolpmann: „In den letzten zwei Jahren gab es keine Tariferhöhung für die Kollegen, entsprechend groß ist der Druck, die seitdem erfolgten Preissteigerungen auszugleichen. Das Arbeitgeberangebot leistet das nicht mal ansatzweise“. Zwar bot der Arbeitgeber darüber hinaus auch die Schaffung einer neuen Vergütungsgruppe an. Diese würde jedoch frühestens in drei Jahren und dann auch nur für einen Teil der Beschäftigten greifen.
Kein nachgebessertes Angebot in Sicht
Im Sinne einer schnellen Einigung sei die ver.di-Tarifkommission bereit gewesen von ihrer Ursprungsforderung nach 8,5% mehr Lohn abzuweichen und einen großen Schritt auf den Arbeitgeber zuzugehen: „Wir hätten uns bei jeweils 3,5% in 2026 und 2027 einigen können. Die EVG elko hat sich jedoch kategorisch geweigert, weitere Zugeständnisse zu Entlastung der eigenen Beschäftigten zu machen“, kritisiert Cem Schrader, Mitglied der Tarifkommission. Der Arbeitgeber bekräftigte auch in einem Schreiben an die Beschäftigten, dass es am Verhandlungstisch kein nachgebessertes Angebot geben werde. Nils Wolpmann dazu: „Anstatt Kompromisse zu suchen, setzt der Arbeitgeber auf Friss-oder-Stirb. Die Beschäftigten sollen die Zeche zahlen, während über die Gewinnabführung an die elko AG kein Wort verloren wird“. Die Gewerkschaft trifft nun Vorkehrungen zu Warnstreiks. Sollte es dazu kommen, ist ab dem 1. Januar mit Einschränkungen und möglicherweise Ausfällen im Programm der Stadthalle zu rechnen.




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