Höhere Kundenfrequenz, aber geringere Umsätze beim Weihnachtsgeschäft in Bremen
Das Weihnachtsgeschäft lief auch in der Woche vor dem vierten Advent für die meisten Händlerinnen und Händler eher schwach. Das zeigt eine aktuelle Trendumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter rund 300 Unternehmen. Demnach sind 62 Prozent der Befragten mit den Umsätzen der vergangenen Tage unzufrieden, nur 23 Prozent sind zufrieden. Schon in den vorigen Adventswochen kam das Weihnachtsgeschäft nicht richtig in Schwung. Die Branche baute daraufhin auf einen starken Endspurt bis Heiligabend und auf viele Einkäufe in der Zeit zwischen den Jahren. Die Hoffnung wurde allerdings nicht erfüllt.
Zwar ist das Geschäft laut Handelsverband Niedersachsen-Bremen noch nicht vollständig abgeschlossen, da Gutscheine und Geldgeschenke zunehmend erst nach den Feiertagen eingelöst werden. Absehbar sei allerdings schon jetzt, dass die Konsumzurückhaltung weiterhin anhält. Das Weihnachtsgeschäft konnte demnach in den meisten Teilen die Erwartungen nicht erfüllen. Umso bezeichnender ist das Statement, zumal die Besucherfrequenz der Bremer Innenstadt im Vergleich zu 2024 deutlich spürbar zugenommen hatte. In den Umsätzen spiegelt sich das nicht wieder.
Allerdings gab es nach ersten Branchenmeldungen auch Ausreißer im positiven Sinne. Insbesondere gebundene Bücher wurden besonders gut verkauft. Ein Signal direkt aus der Gesellschaft, das sich der kontinuierlichen Digitalisierung in diesem Sektor entgegenstellt. Bislang wurden in diesem Bereich regelmäßig rückläufige Nachfragen festgestellt. Diesmal zeichnete sich eine Trendwende ab.




HNB
BremenNews - Jörn Petersen
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