Historisches Feuerschiff „Elbe 3“ wird saniert – Größere Schäden verursachen Mehrkosten

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Viele Jahre hat der knallrote Dreimaster „Elbe 3“ das Bild des Museumshafens in Bremerhaven geprägt. Da das über 100 Jahre alte Feuerschiff sanierungsbedürftig ist, wurde es im Mai 2023 in einen Trockendock verlegt. Dort wurde festgestellt, dass die Schäden größer sind als zunächst angenommen, die Sanierung mehr kosten wird als ursprünglich veranschlagt. Gestern, am 6. Februar, hat der Bremer Senat die nötigen Mittel bereitgestellt.

Mittlerweile ist das Feuerschiff „Elbe 3“, das 1909 erstmals zu Wasser gelassen wurde, ziemlich in die Jahre gekommen. Deshalb wurde das Schiff im Frühjahr 2023 in einen Trockendock gebracht.

Zuvor waren Sanierungsexperten davon ausgegangen, dass die Instandsetzung nicht länger als 90 Tage dauern wird. Uwe Schmidt, Mitglied des Bundestages für Bremen II-Bremerhaven betonte am Tag der Verlegung: „Die 1,1 Millionen Euro, die der Bund an den Sanierungskosten des Feuerschiffes ELBE 3 trägt, sind gut angelegte Investitionen zum Erhalt des maritimen Erbes der Seestadt.“

Im Trockendock angekommen musste jedoch festgestellt werden, dass am Schiff erheblich größere Schaden vorliegen, als zunächst gedacht. Stark angegriffen ist insbesondere der mittleren und unter Wasser liegende Schiffsteil, für dessen Sanierung der Austausch großer Schiffsplatten notwendig ist.

Mehrkosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro

Für die nun erforderliche Reparatur sind Mehrkosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Ein Teil davon wird durch Restmittel zur Finanzierung des Museumshafens durch die Stadt Bremerhaven und das Land Bremen abgedeckt. Auch eine private Erbschaft wird hierzu verwendet.

Nach Abzug verbleibt ein finanzieller Mehrbedarf in Höhe von rund einer Million Euro, den sich die Stadt Bremerhaven und das Land Bremen teilen. Zwei Drittel des Mehrbedarfs übernimmt das Land, ein Drittel die Stadt Bremerhaven. Die Bundesbeauftragten für Kultur und Medien stellen hingegen keine weiteren Mittel für die Sanierung der „Elbe 3“ zur Verfügung.

„Maritimes Kulturgut und ein Identifikationspunkt“

Nun hat der Senat die Mittel bewilligt. Abschließend muss der Haushalts- und Finanzausschuss die Mittel noch frei geben. „Ich bin froh, dass es Stadt, Land und dem Museum gleichermaßen ein wichtiges Anliegen ist, das historische Feuerschiff ‚Elbe 3‘ als maritimes Kulturgut zu erhalten“, so Bremerhavener Oberbürgermeister  Dass wir die das Schiff erhalten, ist auch ein Beitrag dafür, dass das Schifffahrtmuseum ein Leibniz-Forschungsmuseum bleibt.“

Kathrin Moosdorf, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft zum Beschluss: „Der Museumshafen in Bremerhaven zieht in jedem Jahr tausende Menschen an, die die historischen Schiffe bewundern wollen.

Die Elbe 3, ein feuerroter Dreimaster darf da auch in der Zukunft nicht fehlen. Das mehr als einhundert Jahre alte Feuerschiff ist maritimes Kulturgut und ein Identifikationspunkt für viele Menschen in Bremerhaven. Daher ist es dem Bremer Senat und dem Magistrat Bremerhaven wichtig, dieses Schiff saniert in den Museumshafen zurück zu holen.“

Hintergrundinformationen zum Schiff

Zwischen 1908 und 1909 von der „Königlichen Wasserbau-Inspektion“ als Stationsschiff EIDER für die Eidermündung erbaut, diente die „Elbe 3“ im Ersten Weltkrieg zunächst als Feuerschiff an den Minenfeldern der Nordsee.

Im Zweiten Weltkrieg gehörte es unter dem Namen Bürgermeister Abendroth dem Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven an und lag in der Ostseelag.

Anschließend wurde das Schiff bis 1966 als Leuchtfeuer und Lotsenstation auf die Position Elbe 3 in der Deutschen Bucht genutzt. Seit 1967 liegt die Elbe 3 im Alten Hafen von Bremerhaven. Damit ist sie das Schiff mit der längsten Liegezeit vor Ort. Nach der Sanierung soll sie dann auch wieder zum Museumshafen zurückkehren.

 

Bild ganz oben: Nach über 100 Jahren im Wasser ist die Elbe 3 stark sanierungsbedürftig. (Quelle: DSM / Mareike Heger)

Bild unten: Die Elbe 3 1967 bei der Einfahrt in den Museumshafen. (Quelle: DSM)

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