Hilfloser Paukenschlag mit Ansage: Werder Bremen trennt sich von Horst Steffen

Nach zehn Spielen ohne Sieg hat Werder Bremen sich von Cheftrainer Horst Steffen getrennt. Die problematische Lage konnte zuletzt nicht nur dem Absturz in der Tabelle entnommen werden, wo der Bundesligist sich kontinuierlich den Abstiegsrängen nähert. Vielmehr war auch jeder Pressekonferenz und jeder Nicht-Äußerung der Verantwortlichen an der Spitze zu entnehmen, dass die Balken wackeln. Am Sonntagmorgen war der sympathische Trainer entlassen worden.

In der Pressemeldung wird Clemens Fritz mit den Worten zitiert: „Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird. Diese Erkenntnis wiegt natürlich schwer, gerade weil wir Horst sehr schätzen, aber sie ist das Ergebnis aus der Analyse der sportlichen Situation und den Gesprächen, die wir zuletzt geführt haben. Daher haben wir entschieden, Horst freizustellen.“

Noch nach dem Werder-Remis gegen Gladbach hatte Steffen auf Nachfrage erklärt: „Ob ich weitermachen darf, hängt nicht von mir ab.“ Er durfte nicht. Auch der Last-Minute-Treffen von Keke Topp in der 94. Minute konnte das nicht mehr verhindern. In den Medien ploppte nach dem späten Ausgleich die Meldung „Rettung in letzter Minute“ auf. Steffens‘ Rettung war es nicht.

Als Interimsduo übernehmen laut Clemens Fritz die bisherigen Co-Trainer Christian Groß und Raphael Duarte. Indes sei der Verein auf der Suche nach einem Nachfolger. Klar ist, dass die Aufgabe, sich von den drohenden Abstiegsplätzen bei aktuell nur noch einem Zähler Abstand zum Relegationsplatz zu trennen, keinesfalls einfach wird.

Insbesondere in den sozialen Medien und weiteren Kommentarspalten wird vielfach darauf verwiesen, Horst Steffen sei nicht der Alleinschuldige bei Werder Bremen. Mehr als deutlich werden der Geschäftsführer Profifußball Clemens Fritz und Sportdirektor Peter Niemeyer für die Transferpolitik und Kaderaufstellung kritisiert. Geradezu rasant häuften sich Äußerungen wie „Die eigentlich Verantwortlichen kleben weiter an ihren Stühlen!“

Die Fans wünschen Horst Steffen alles Gute für die Zukunft. Für ihn persönlich bedauern manche, dass er nicht beim SV Elversberg geblieben ist, mit dem er deutscher Drittligameister wurde und darüber hinaus als Erfolgstrainer den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Ebenso wird schnell deutlich, dass der Nachfolger von Ole Werner einen Sympathiebonus hat. Viele wie etwa die Kieler Störche wünschen ihn sich als künftigen Trainer für ihren Verein.

 

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((Beitragsbild oben: Wer zieht als neuer Chef-Coach ins Bremer Weserstadion ein?))

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