Hilfe statt Hürden für historische Häuser: Sonderausstellung „Forum Denkmal“ auf der hanseBAU in Bremen

Vom 16. bis 18. Januar 2026 werden die hanseBAU & Bremer Altbautage in den Hallen der MESSE BREMEN erneut zum Treffpunkt für alle, die bauen, sanieren, modernisieren oder ihre Immobilie weiterentwickeln wollen. Mit rund 400 Ausstellenden aus allen Gewerken ist sie die größte Baufachausstellung im Nordwesten – und richtet sich nicht nur an Menschen mit konkreten Bau- oder Sanierungsplänen. Auch wer bereits in den eigenen vier Wänden angekommen ist, findet hier zahlreiche Anregungen.

Einen besonderen Schwerpunkt setzt die hanseBAU in 2026 mit der Sonderausstellung „Forum Denkmal“. Sie richtet sich an Menschen, die ein denkmalgeschütztes Gebäude besitzen, kaufen möchten oder vor einer Sanierung stehen – und beim Stichwort Denkmalschutz oft zunächst an hohe Kosten, strenge Auflagen und komplizierte Abstimmungen denken. „Viele verbinden Denkmalschutz mit Verzicht und Unsicherheit“, sagt Sven Rapke, Projektleiter der hanseBAU. „Mit dem Forum Denkmal zeigen wir, dass es vor allem eines gibt: jede Menge Unterstützung, und zwar fachlich, finanziell und handwerklich.“

Fachwissen, Förderung und Praxis an einem Ort

Kuratiert wird die Sonderausstellung von Gerald Kampen, Geschäftsführer der Firma Trendwende Bremen. Gemeinsam mit Institutionen, spezialisierten Fachhandwerksbetrieben und Materialexperten hat er ein Forum geschaffen, das Orientierung bietet – von der ersten Einschätzung bis zur konkreten Umsetzung.

Wer in Bremen oder Niedersachsen ein denkmalgeschütztes Haus kauft oder saniert, muss das Projekt – und vor allem die Kosten – nicht allein schultern. Denkmalämter, Landesprogramme zur Wohnraum- und Energieeffizienzförderung, Kommunen und mehrere Stiftungen unterstützen mit Zuschüssen und günstigen Darlehen. Besonders wichtig sind zudem steuerliche Vorteile, mit denen sich ein großer Teil der Sanierungskosten über die Jahre wieder hereinholen lässt. „Am Ende verfolgen alle Beteiligten dasselbe Ziel“, so Gerald Kampen. „Ein Gebäude mit Geschichte soll erhalten bleiben und gleichzeitig gut nutzbar sein. Denkmalschutz lebt vom Dialog – nicht von starren Vorgaben.“

Akteure, die Denkmalschutz greifbar machen

Wie dieser Dialog in der Praxis aussehen kann, zeigen zahlreiche Akteure im Forum Denkmal. Restaurator Manfred Hübner, der unter anderem am Bremer Rathaus arbeitet, gibt beispielsweise Einblicke in traditionelle Handwerkstechniken. Die Bauteilbörse Bremen macht deutlich, wie Wiederverwendung und Ressourcenschonung im Bestand funktionieren können. Das Bremer Landesamt für Denkmalpflege und der Monumentendienst Niedersachsen informieren unabhängig und objektiv über Pflege, Wartung und langfristige Strategien für historische Gebäude. Ergänzt wird die Sonderausstellung durch zahlreiche Fachvorträge und praktische Demonstrationen – vom Einsatz traditioneller Baustoffe bis zu modernen Lösungen für Energieeffizienz im Bestand.

„Die beinahe täglich wachsende Denkmal-Sonderausstellung zeigt, welchen Stellenwert nachhaltiges Bauen auf der hanseBAU & Bremer Altbautage einnimmt“, sagt Kerstin Renken, Bereichsleiterin bei der MESSE BREMEN. „Gerade im Bestand liegt ein enormes Potenzial – ökologisch, kulturell und wirtschaftlich.“ Mit dem Forum Denkmal bietet die hanseBAU damit ein klar strukturiertes Gesamtangebot für alle, die sich dem Thema Denkmal gut informiert und realistisch nähern möchten: mit Ansprechpartnern, mit Praxisbezug – und mit der Erkenntnis, dass sich der Aufwand in jedem Fall lohnt.

Mehr Infos: www.hansebau-bremen.de und www.bremer-altbautage.de  

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((Beitragsbild oben: Impressionen von der hanseBau 2025 – Bildrechte M3B GmbH – Saul))

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