Herausfordernde Nacht für die Feuerwehr Bremen
Die Nacht von Sonnabend auf Sonntag verlangte den Einsatzkräften von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr einiges ab: Innerhalb weniger Stunden waren zehn zum Teil zeitgleich ablaufende Einsätze zu bewältigen – darunter Brände ebenso wie technische Hilfeleistungen.
Was gegen 21:00 Uhr als „normales“ Einsatzaufkommen begann, entwickelte sich schnell zu einer organisatorischen Herausforderung. Nachstehend sind die drei größeren Ereignisse der Nacht beschrieben:
Um 21:27 Uhr wurden Einheiten der Feuer- und Rettungswache 2 sowie die Freiwilligen Feuerwehren Bremen-Arsten und Bremen-Huchting in die Straße Arberger Graben in Hemelingen alarmiert. Dort waren aus unbekannter Ursache in einem Baustellenbereich fünf XXL-Trommeln mit Erdkabeln in Brand geraten. Die Kampf gegen die Flammen gestaltete sich schwierig, weil das Löschwasser über eine lange Wegstrecke herbeigeschafft werden musste – die Kabelisolierungen entzündeten sich im Verlauf des Einsatzes immer wieder. Dank Löschschaum war das Feuer nach rund vier Stunden endgültig besiegt. Die Höhe des Sachschadens ist erheblich; die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Verbruzeltes Essen
Mitbewohner eines Mehrfamilienhauses in der Straße In der Laake in Bremen-Arsten wurden von einem piependen Rauchwarnmelder auf Brandgeruch in einer Wohnung aufmerksam gemacht und alarmierten die Feuerwehr. Die um 21:40 Uhr an der Einsatzstelle eingetroffenen Kräfte der Feuer- und Rettungswache 4 verschafften sich gewaltsam zutritt in die betroffene Wohnung, wo stark verbranntes Essen auf dem Herd vor sich hin bruzelte. Ein Trupp unter Atemschutz konnte die Gefahr schnell beseitigen; Personen wurden nicht verletzt.
Brandstiftung im Schulungszentrum
In der Straße Am Holzhafen folgte um 2:08 Uhr der nächste Brandinsatz im Schulungszentrum einer Firma. Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hatte bei seiner Kontrollfahrt bemerkt, dass auf dem Gelände zwei PKW in Vollbrand standen. Die ersteintreffenden Kräfte stellten fest, dass im Treppenraum des Gebäudes ebenfalls ein Feuer ausgebrochen war, das man durch den Einsatz mehrerer Trupps unter Atemschutz mit C-Rohren unter Kontrolle brachte. Der Einsatz endete um 3:20 Uhr. Es entstand hoher Sachschade; die zwei Firmenfahrzeuge wurden vollständig zerstört.
In einem auf einer linksexremistischen Plattform im Internet veröffentlichten Schreiben bekennen sich Unbekannte zu der Tat. Innensenatorin Dr. Eva Högl äußerte sich deutlich: „Politisch begründete Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen – egal aus welcher Richtung sie kommt. Dass sich die Täter in einem Bekennerschreiben als Kämpfer für eine bessere Welt inszenieren, macht die Sache nicht weniger gefährlich und nicht weniger verwerflich. Unsere Sicherheitsbehörden werden alles daransetzen, die Verantwortlichen zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen.“
Bildquelle: Fotolia








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