Handelskammer-Präses André Grobien zum Freihandelsabkommen der EU mit Indien: Chancen auch für Bremen und Bremerhaven

Zu dem gestern bekanntgegebenen Abschluss des Freihandelsabkommens der Europäischen Union (EU) mit Indien sagt André Grobien, Präses der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven:  „Für Europa kann das EU-Indien-Handelsabkommen zu einem Gewinn werden. Hier entsteht eine der größten Freihandelszonen der Welt mit rund zwei Milliarden Einwohnern, die Europa zu Wachstum verhelfen kann. Nach dem Desaster im europäischen Parlament um das verschobene Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens ist dieses Abkommen mit Indien im Kern eine positive Nachricht.

Für einen führenden deutschen Industriestandort wie Bremen und Bremerhaven seien Zollsenkungen für Industrieprodukte aus dem Automobil- und Maschinenbau eine grundsätzlich gute Entwicklung, auch wenn sie nur schrittweise und auf Kontingente begrenzt kommen werden. Die Politik sei jetzt vor allem gefordert, die Nachweisführung beim Warenursprung nicht durch neue Dokumentationspflichten zu belasten. Damit es für das Land Bremen als Hafenstandort zu einem Erfolg wird, müsse auch dringend über einzelne weitere Handelserleichterungen – gerade auch zu Einschränkungen vor Ort – weiter verhandelt werden.

Mit einem jährlichen Handelsvolumen von rund 365 Millionen Euro steht Indien aktuell zwar auf Rang 26 der Bremer Handelspartner, hier liegen aber gute Chancen auf weiteres Wachstum. Immerhin machen Autos und Autoteile gut die Hälfte des bremischen Ausfuhrvolumens aus. Rund 154 Unternehmen aus Bremen und Bremerhaven unterhalten regelmäßige Handelsbeziehungen mit Indien, davon haben 14 Unternehmen eine eigene Niederlassung, Tochtergesellschaft oder Produktionsstätte und 23 einen Handelsvertreter in Indien.

 

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((Beitragsbild oben: Handelskammer-Präses André Grobien ))

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