Handelskammer Bremen sieht EU-Deal mit den USA kritisch

Aus europäischer und aus bremischer Sicht ist die am Sonntag geschlossene Grundsatzvereinbarung im transatlantischen Zollkonflikt ein schwieriger Deal: Der einseitige Basiszollsatz von 15 Prozent sei klar zum Nachteil der europäischen Wirtschaft. 

Positiv vermerkt man bei der IHK für Bremen und Bremerhaven, dass mit der Einigung auf Spitzenebene die bisher bestehende Unsicherheit aus den Märkten genommen wurde. Dass die angedrohten Sonderzölle für Automobile vom Tisch sind, sei für Bremen ein gutes Signal. Besonders problematisch auch für die bremische Wirtschaft sei hingegen, dass die 50-prozentigen Sonderzölle auf Stahl und Aluminium nicht abgeschafft werden sollen. Unklar ist auch, wie die angekündigten Energieimporte und Investitionszusagen in der Praxis umgesetzt werden sollen.

Offene Märkte statt Hürden

Die Grundsatzvereinbarung dürfe daher lediglich ein erster Schritt sein. Die Handelskammer hält es jetzt für dringend erforderlich, dass die EU mit den USA ein umfassendes, faires und zukunftsgerichtetes Handelsabkommen schließt. Ein exportstarker Standort wie Deutschland und insbesondere auch Bremen brauche offene Märkte und keine neuen Hürden.

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