Handelskammer Bremen geht voran und erschafft ein hanseatisches Schiedsgericht

Ganz frisch trifft die Meldung ein, dass die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven – in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg eine neue und nicht minder zukunftsweisende Initiative initiiert: Ein hanseatisches Schiedsgericht soll Unternehmen künftig die Option bieten, Streitigkeiten in nationalen und internationalen Geschäftsbeziehungen effizient zu lösen.

Mit der Initiative der hanseatischen Handelskammern Bremen und Hamburg wird für die Unternehmen eine ebenso vertrauliche wie effektive als auch digitale Möglichkeit als wirtschaftsnahe und nicht öffentliche Alternative zur staatlichen Gerichtsbarkeit geboten. Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen, erklärt: „Das Hanseatische Schiedsgericht ist ein Angebot von der Wirtschaft für die Wirtschaft. Es ermöglicht Unternehmen, ihre Konflikte flexibel und ressourcenschonend zu lösen – ganz unabhängig von der staatlichen Gerichtsbarkeit.“

Weiterer Baustein für Unternehmensentlastung

Besonders wichtig, so Dr. Fonger, seien die Vorteile der Vertraulichkeit, die digitale Abwicklung und die schnelle Verfahrensführung: „Unsere Schiedsverfahren bewahren sensible Geschäftsgeheimnisse, sind vollständig digital organisiert und bieten Unternehmen eine Entscheidung meist binnen zwölf Monaten.“ Das sei ein wichtiger Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit der Region und ein weiterer Baustein dafür, die Unternehmen wirtschaft zu entlasten.

Dabei orientiert sich das hanseatische Schiedsgericht an längst bewährten Schiedsregularien; nämlich denen des Schiedsgerichtshofs der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Im praktischen Procedere bedeutet das, dass dessen digitale Verfahrensmanagementplattform (VMP) genutzt wird.

Handelskammer Bremen, Hauptgeschaeftsführer Dr. Matthias Fonger © Joerg Sarbach

Transparent und nachvollziehbar

So werden über die Plattform sämtliche Schritte des Schiedsverfahrens transparent und nachvollziehbar abgebildet, was bei der Antragsstellung beginnt und schlussendlich mit dem Schiedsspruch endet. Lediglich einer der Vorteile vür Unternehmen: Sie haben und behalten die volle Kontrolle über den Prozess, so etwa hinsichtlich der Wahl von Schiedsrichtern, der Verfahrenssprache und des Verhandlungsortes. Im internationalen Kontext umso pragmatischer: Das Schlichtungsprozedere kann auf Wunsch auch per Online-Schalte durchgeführt werden.

Schneller und ressourcenschonend

Die Handelskammer folgt mit diesem neuen Angebot ihren eigenen, oftmals an die Politik gestellten Forderungen nach mehr Schnelligkeit und ressourcenschonenden Maßnahmen. So verlautet, die Verfahren seien schnell, kostengünstig unr ressourcenschonend; eine innovtive Lösung und weiterer zielgerichteter Schritt, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben bzw. es wieder zu werden. Sobald die Handelskammern Bremen und Hamburg die entsprechenden Kooperationsverträge unterzeichnet haben, soll der Startschuss für das Hanseatische Schiedsgericht fallen.

 

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