Gesundheitsamt warnt vor dem Konsum von „Spice“
Aufgrund einer steigenden Anzahl von medizinischen Notfällen warnt das Gesundheitsamt Bremen ausdrücklich vor dem Konsum von als „Spice“ bezeichneten Substanzen. Die Folgen können schwerwiegend sein.
„Spice“ ist die Verkaufsbezeichnung für eine Droge, die aus synthetischen Cannabinoiden sowie verschiedenen getrockneten Pflanzenteilen besteht und geraucht wird. Häufig handelt es sich um Trägerstoffe oder Kräutermischungen, die mit synthetischen Substanzen versetzt sind. Die Wirkung ähnelt der von Tetrahydrocannabinol (THC), tritt jedoch deutlich schneller ein und ist durch die wechselnden Inhaltsstoffe und Dosierungen nur schwer vorherzusagen.
Hohes Risiko
„Je nach Zusammensetzung und Dosierung kann es zu schweren Vergiftungen und Nebenwirkungen kommen. Diese können sowohl psychische Symptome wie starke Angstzustände, Wahnvorstellungen oder Halluzinationen umfassen, aber auch heftige körperliche Symptome wie Bewusstlosigkeit, Atemstörungen bis hin zum Atemstillstand, Krampfanfälle oder Herzrhythmusstörungen. In schweren Fällen können solche Vergiftungen zu bleibenden gesundheitlichen Schäden führen oder unmittelbar lebensbedrohlich sein“, sagt Kay Bultmann, ärztlicher Leiter des Gesundheitsamtes Bremen.
Im Fall des Falles
Wenn Menschen nach Spice-Konsum Symptome wie Bewusstlosigkeit, starke Benommenheit, Atemprobleme, Krampfanfälle oder auffällige psychische Veränderungen zeigen, sollte sofort medizinische Hilfe verständigt werden. Für den Fall des Falles gibt das Gesundheitsamt Bremen folgende Handlungsempfehlungen an medizinisch geschultes Personal: Erhöhte Wachsamkeit bei unklaren Überdosierungen und die Vorhaltung von ausreichenden Mengen an Naloxon, welches bei unbekannten Beimischungen von Opioiden helfen kann. Außerdem ein striktes Monitoring der Vitalparameter und eine intensive Überwachung der Patientinnen und Patienten.










Senatspressestelle Bremen
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