Generalstreik der Frauen auf dem Marktplatz

Gestern fand erstmals ein global koordinierter FRAUEN*GENERALSTREIK statt. Die Bewegung ENOUGH! GENUG! hatte dazu aufgerufen, bezahlte und unbezahlte Arbeit symbolisch zu unterbrechen, um die Abhängigkeit von Frauen in Gesellschaft und Wirtschaft sichtbar zu machen. In Bremen versammelten sich dazu von 12.00 bis 14.00 über 1000 Menschen auf dem Marktplatz. 

Frauen und Unterstützer demonstrierten gemeinsam mit einer Mischung aus Sitzaktionen, Performances und Workshops. „Bremen zeigte sich als lebendiger Teil einer globalen Bewegung, bei der eine  positive und respektvolle Atmosphäre die Grundlage bildet“, sagte Susanne von Essen von der hiesigen Regionalgruppe. In rund 70 Städten weltweit, darunter Berlin, München, Hamburg, Buenos Aires und New York City, fanden ähnliche Aktionen statt. Unterstützt wird die Bewegung von mehr als 65 Organisationen, darunter UN Women Deutschland, TERRE DES FEMMES, Fridays for Future und Omas gegen Rechts.

Das Gesicht der Gewalt

Inspiriert ist die Aktion unter anderem vom historischen isländischen Frauenstreik 1975, bei dem 90 Prozent der Frauen die Arbeit niederlegten. Heute richtet man sich vor allem gegen globale Krisen wie Kriege und soziale Ungleichheit  – und fordert ein Ende männlich dominierter Machtstrukturen. „Gewalt-, Kriegs- und Zerstörungsdynamiken weltweit haben ein Geschlecht – es ist männlich. Wir stehen diesem System nicht mehr zur Verfügung!“, lautet der Slogan. Die Bewegung plant bereits den nächsten globalen Frauenstreik für 2027 – und Bremen wird wieder dabei sein.

 

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