Gemeldeter Missbrauchsfall in Bremischer Evangelischer Kirche lässt weitere Fragen aufkommen
Bislang ist der Bremischen Evangelischen Kirche laut eigenem Statement ein Fall von sexualisierter Gewalt in der St. Jakobigemeinde gemeldet worden, wobei ein inzwischen verstorbener Pastor konkret beschuldigt wurde. Tätig war er in der Gemeinde von 1951 bis 1965. Allerdings geht die Kirchengemeinde davon aus, dass außer der bislang bekannten Person möglicherweise weitere Menschen betroffen sein könnten. Denkbar sei es, so ein Kirchensprecher, dass Gemeindemitglieder oder andere Personen Beobachtungen gemacht haben oder über weitere Informationen verfügen, die für die weitere Aufklärung relevant sein könnten.
Der Bremischen Evangelischen Kirche werden seit dem vergangenen Jahr deutlich mehr Fälle sexualisierter Gewalt gemeldet. 18 waren es 2024, in diesem Jahr 16 (Stand 15. September). Zum Vergleich: In den 25 Jahren zuvor waren es insgesamt gerade elf Fälle. Im Mai 2024 hatte die BEK die „Fachstelle Sexualisierte Gewalt“ eingerichtet. Die Fachstelle dient als Ansprechpartner für die Gemeinden, damit einhergehen sollen laut der BEK verbesserte Strukturen, verbunden mit intensiver Präventions- und transparenter Öffentlichkeitsarbeit.
Die St. Jakobigemeinde bittet nunmehr mögliche Betroffene sowie Hinweisgebende, sich an die Meldestelle Sexualisierte Gewalt der Bremischen Evangelischen Kirche zu wenden, um etwaige Vorfälle aufklären zu können. Ansprechpartnerin Nancy Janz ist unter 0151/75601310 oder per Mail unter nancy.janz@kirche-bremen.de erreichbar.




BremenNews - Jörn Petersen

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