Geldregen für Bremen
Da aus dem Sondervermögen des Bundes für Investitionen in die Infrastruktur in den kommenden Jahren immense Zuschüsse nach Bremen fließen werden, hat der Senat gestern ein umfassendes Investitionsprogramm mit einem Budget von 354 Millionen Euro beschlossen.
Provitieren sollen insbesondere die Bereiche Bau und moderne Mobilität, Sicherhreit und Sport sowie Kitas und Schulen. So erhalten die Polizeibehörden im Doppelhaushalt 2026/27 rund 27 Millionen Euro für Digitalisierung, Sicherheitstechnik, Fahrzeuge und Gebäude. Die Feuerwehr Bremen bekommt rund 7 Millionen Euro. Davon gehen 1,35 Millionen Euro in die Sanierung der Feuerwache 2 in der Bennigsenstraße und in Planungsmittel für die Feuerwache 3 in Osterholz sowie die Schwerpunktwehr West. Für neue Fahrzeuge sind 4 Millionen Euro eingeplant.
Die Bäder
Für den Ersatzneubau des Westbades werden zusätzliche Mittel bereitgestellt, denn die Mehrkosten belaufen sich auf etwa 8,4 Millionen Euro. Der Gesamtkostenrahmen steigt damit auf 36 Millionen Euro und ist voll finanziert. Auch die Planungen für den Neubau des Freizeitbades Vegesack sollen wieder mit Tempo aufzunehmen. Dafür stehen 1 Million Euro bereit. Das neue Bad bekommt moderne Wasserflächen im Hallen- und Außenbereich. Sportsenator Ulrich Mäurer: „Mit den Bäderprojekten im Bremer Westen und im Norden sorgen wir dafür, dass alle Bremerinnen und Bremer Zugang zu guten Schwimmangeboten haben – vom Schulschwimmen bis zum Freizeitspaß.“
Kitas und Schulen
Knapp 35 Millionen Euro werden Kitas und Schulen der Stadtgemeinde Bremen zugute kommen. Damit können bereits für 2026 und 2027 zahlreiche dringend benötigte Baumaßnahmen realisiert werden. Ergänzend wird zeitnah ein schulischer Verfügungsfonds eingerichtet, mit dem Schulen kleinere Baumängel künftig selbst und unbürokratisch beheben können. Im Ressortbereich Kinder und Bildung sind 24 zusätzliche Baumaßnahmen in Kitas und Schulen mit einem Volumen von knapp 22 Millionen Euro bereits in 2026 und 2027 umsetzbar.
Verkehr und Infrastruktur
Last but not least sollen die zentralen Verkehrs- und Stadtstrukturen Bremens deutlich gestärkt werden. Mobilitäts- und Bausenatorin Özlem Ünsal: „Wir investieren überall dort, wo Bremen für unsere Bevölkerung jeden Tag funktionieren muss: in sichere Brücken, intakte Straßen, leistungsfähige Netze und Radwege, die Menschen tagtäglich voranbringen.“ Dazu gehören im Besonderen:
- ein Gründungsgutachten für die Planung eines Neubaus der Bürgermeister-Smidt-Brücke – einer der zentralen Verkehrsachsen der Stadt,
- 10 Millionen Euro für die Sanierung von Straßen und Radwegen sowie weitere 4 Millionen Euro für den gezielten Ausbau der Radpremiumrouten,
- zusätzliche Mittel zur Absicherung der Wohnraumförderung in Höhe von 6 Millionen Euro sowie zum Ankauf von Wohnraum in Höhe von 10 Millionen Euro.
Beispiele aus dem Maßnahmenpaket
Kita und Schule
- Neubau Kita Beckedorfer Straße (Holzbau): Gesamtvolumen ca. 7,4 Mio. Euro
- Ersatzneubau Kita Fillerkamp (Holzbau): Gesamtvolumen ca. 5,6 Millionen Euro
- Bedarfsorientierte Umbauten KiTa Bremen (2027): ca. 0,6 Millionen Euro
Sportanlagen
- Ersatzneubauten abgängiger Schulturnhallen der Oberschule Lehmhorster Straße, der Oberschule Helsinkistraße und der Schule an der Freiligrathstraße: zusammen ca. 12,6 Millionen Euro
- Dazu kommen weitere Investitionen in Bezirkssportanlagen und Sporthallen, die häufig von Schulen mitgenutzt werden, wie zum Beispiel die Bezirkssportanlage Hemelingen, Volkmannstraße, Findorff, der Sportplatz Oeversberg und die Ermlandstraße
Klimaschutz und Dachsanierungen
Zahlreiche Kitas und Schulen werden 2026/2027 an das Fernwärmenetz angeschlossen: Die Kita Bei den Drei Pfählen, die Kita Saarburger Straße, die Kita Vorstraße, die Kita Auf dem Flintacker, das ReBUZ West sowie, die Schule Auf den Heuen, die Schule an der Borchshöhe und die Oberschule Roter Sand. Darüber hinaus sind umfassende Dachsanierungen an folgenden Einrichtungen vorgesehen: Kita an der Aumunder Kirche, das Schulzentrum Sek II Vegesack, der Biermann-Villa des Kippenberg Gymnasiums, und der Grundschule Landskronastraße.
Bessere Schultoiletten
Allein für die Erneuerung besonders dringlicher Sanitäranlagen an sechs Bremer Schulen stehen in 2026 und 2027 rund 4,8 Millionen Euro zur Verfügung. Von den Maßnahmen profitieren die Schulen an der Fischerhuder Straße, an der Stichnathstraße, die Oberschule am Leibnizplatz, die Oberschule Lesum, das Kippenberg Gymnasium sowie das Alexander von Humboldt Gymnasium.
Bildquelle: Franz Pflügl / Fotolia









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