Geländegängige Fahrzeuge für den Katastrophenschutz
Der Katastrophenschutz in Bremen wurde um zwei hochmoderne Einsatzfahrzeug erweitert: Das sogenannte All-Terrain Vehicle (ATV) ist speziell für den Einsatz bei Sturmfluten, Hochwasser und zur Deichverteidigung konzipiert. Das Transportfahrzeug Unimog wird eingesetzt für die Menschenrettung aus überfluteten Bereichen sowie in unwegsamem Gelände.
Das ATV verfügt über eine Kabine für zwei Personen, eine Ladefläche und umfassende Zusatzausstattungen wie eine elektrische Seilwinde und Arbeitsstellenscheinwerfer. Es dient vor allem als schnelles Nachschub- und Erkundungsfahrzeug in schwer zugänglichen Einsatzbereichen – etwa auf niedrig überfluteten oder verschlammten Untergründe und in Deichbereichen. Das allradbetriebene Fahrzeug kann zudem für den Transport von Personen oder Tieren eingesetzt werden. Außerhalb von Schadenslagen wird das ATV insbesondere die Wasserrettung unterstützen. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf rund 35.000 Euro.
Anschaffungskosten: 330.000 Euro
Der Unimog wird im Katastrophenschutz Bremen vor allem für die Menschenrettung aus überfluteten Bereichen sowie für Logistiktransporte in unwegsamem Gelände eingesetzt – ähnlich wie das ATV, allerdings mit deutlich erweiterten Fähigkeiten. Das 330.000 Euro teure Fahrzeug verfügt über eine Tiefwatfähigkeit von 1,25 Metern und ist damit ideal geeignet für Einsätze in hochwassergefährdeten Zonen. Die Doppelkabine mit Plane-Aufbau ermöglicht den Transport zusätzlicher Einsatzkräfte und Einsatzmaterialien. Besonders hervorzuheben ist das Sondermodul „Menschenrettung“, das auf der Ladefläche ein individuell aufbaubares Sitzgestell für bis zu zehn Personen bietet. Damit können Betroffene aus überfluteten Bereichen sicher aus dem Gefahrengebiet gebracht werden. Am Heck befindet sich zudem ein Hublift, der das Verladen von Personen oder Material auch unter widrigen Bedingungen erheblich erleichtert.
Konsequenz aus Hochwasser-Erfahrung
„Die Beschaffung dieser wendigen und geländegängigen Fahrzeuge ist eine direkte Konsequenz aus den Erfahrungen der Hochwasserlage im Winter 2023/2024. Sie tragen maßgeblich dazu bei, den stetig wachsenden Anforderungen an die Gefahrenabwehr gerecht zu werden,“ so Innensenator Ulrich Mäurer.
Bild: Innensenator Ulrich Mäurer (3. v. r.) mit Beschäftigten von Feuerwehr und DLRG mit den beiden neuen Fahrzeugen. Bildquelle: Innenressort







Polizei Bremen
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