„Geburtstagsgäste. Monet bis van Gogh“- Sonderausstellung in der Kunsthalle Bremen endet bald

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Noch bis zum 18. Februar kann in der Kunsthalle Bremen die Sonderausstellung „Geburtstagsgäste. Monet bis van Gogh“ besichtigt werden. Mit ihr würdigt der Kunstverein Bremen sein 200-jähriges Bestehen.

Mit dem großen Erweiterungsbau der Kunsthalle Bremen und dem Antritt des ersten Direktors, Gustav Pauli, im Jahre 1899 entstand im Kunstverein Bremen, der bis heute Träger des Kunstmuseums ist, eine neue Dynamik.

So verdankt die Kunsthalle Bremen ihre berühmtesten Werke französischer Kunst der progressiven Ankaufspolitik Paulis. 1905 erwarb er etwa Meisterwerke von Courbet, Rodin, Manet. Damit traf er in der Bremer Künstlerszene, angeführt von Arthur Fitger, auf wenig Gegenliebe. Die Worpsweder Maler Carl Vinnen, Otto Modersohn und ihre Freunde begrüßten hingegen die Neuerwerbungen.

„Protest deutscher Künstler“

Als Pauli jedoch 1911 das „Mohnfeld“ von Vincent van Gogh ankaufte, wandte sich auch Carl Vinnen gegen ihn und löste mit dem von ihm initiierten „Protest deutscher Künstler“ eine nationale Debatte aus.

Dieser sogenannte „Künstlerstreit“ hatte gesellschaftliche Brisanz, denn hier standen sichder konservativ-nationalistische Geschmack, den auch Kaiser Wilhelm II. vertrat, und die moderne französische Ästhetik gegenüber.

Eines der Anliegen der Sonderausstellung „Geburtstagsgäste. Monet bis van Gogh“ ist es daher aufzuzeigen, gegen welche lokalen und nationalen Widerstände Pauli kämpfen musste, welche Bremer Kaufleute ihn dabei unterstützten und welche Hauptwerke auf diese Weise für die Kunsthalle gewonnen werden konnten.

Über 70 Werke der französischen Moderne

Ausgestellt sind rund 70 Werke der Künstler Paul Cézanne, Gustave Courbet, Edgar Degas, Arthur Fitger, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Edouard Manet, Otto Modersohn, Claude Monet, Camille Pissarro, Pierre-Auguste Renoir, Auguste Rodin, Rudolf Alexander Schröder, Alfred Sisley, Henri de Toulouse-Lautrec und Carl Vinnen.

Mit ihnen wird bereits seit Oktober 2023 das 200-jähriges Bestehen des Kunstvereins Bremen aber auch die herausragende Bedeutung der Freien Hansestadt und Deutschlands bei der Durchsetzung der französischen Kunst gefeiert. Die Ausstellung läuft nur noch bis zum 18. Februar. Weiterführende Informationen zu Öffnungszeiten und Preisen gibt es hier.

 

Bild ganz oben: Claude Monet, „Felder im Frühling“, 1887, Öl auf Leinwand, Staatsgalerie Stuttgart (Bildquelle: ARTOTHEK)

Bild Mitte: Vincent van Gogh, „Mohnfeld“, 1889, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

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