Für das Recht frei zu leben und zu lieben – Christopher Street Day am 31. August in Bremen

22. 08. 2019 um 12:11:19 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Auch 2019 demonstrieren beim Christopher Street Day (CSD) am 31. August in Bremen zahlreiche Menschen für das Recht auf ein freies, selbstbestimmtes Leben, mehr Toleranz und gegen Ausgrenzung und Rassismus. Los geht es mit dem Demonstrationszug um 12 Uhr beim Altenwall.

Die allererste CSD-Veranstaltungen Deutschlands (damals unter dem Titel „Gay Pride International“) fand am 30. Juni 1979 in Berlin, Köln und Bremen statt. In den darauffolgenden Jahren wurde dann nur noch vereinzelt in Bremen ein CSD veranstaltet, teilweise ohne Rücksichtnahme auf die Wünsche der Community. Seit 2016 hat sich mit dem CSD Bremen e.V. eine Initiative aufgebaut, die sicherstellt, dass der CSD in Bremen nichtkommerziell stattfindet und sich für alle Bremer Bürger einsetzt, ganz gleich, welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder Herkunft.

Gegen politische Verfolgung Homosexueller

Der CSD wird ausschließlich ehrenamtlich organisiert. Die politischen Forderungen des Demonstrationszuges werden gemeinschaftlich in Gesprächen mit den Bremer Bürgern formuliert. Weltweite Ziele richten sich vor allem gegen die Abschiebung von queeren Pesonen in Staaten, in denen ihnen Verfolgung, Gewalt oder der Tod drohen. Generell werden mehr außenpolitischer Einsatz gegen die Bestrafung von Homosexuellen und gegen staatliche, gesellschaftliche sowie religiöse Verfolgung und Entrechtung dieser gefordert. Zudem stehen die Demonstranten für gleiches Recht und den Schutz von trans*- und intersexuellen Menschen ein.

Stärke Beratung und einen Verantwortlichen für Bremens Ressort Soziales

Die Liste der Forderungen für Bremen ist lang: Ein eigenes, zentral gelegenes Zentrum für die Beratung von Trans*- und Intersexuellen sei notwendig. Für Mediziner, Pflegekräfte und Hebammen solle es gendersensible Fortbildungen geben. Auch die Präventions- und Betreuungsarbeit der AIDS-Hilfe müsse stärker unterstützt werden. Zusammengefasst wurden die Ziele bereits im Bremer Aktionsplan gegen Homo-, Trans*- und Interphobie von 2015. Die Demonstranten des CSD fordern eine Umsetzung ihrer genannten Maßnahmen bis 2020. Dazu gehöre auch das Einsetzen einer verantwortlichen Person für LSBTIQ*-Angelegenheiten im Ressort Soziales (LSBTIQ* steht als Abkürzung für lesbische, schwule, bisexuelle, transidente, intersexuelle und queere Personen).




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