Fledermäuse in Muhles Park/Oberneuland entdecken
Nach dem Winterschlaf haben Fledermäuse derzeit Heißhunger auf alles, was klein ist und fliegt. Sie jagen an Alleen entlang, rund um Bäume, über Wasser und Wiesen. Weil alte Bäume in alten Parks oft besonders gute Jagdreviere sind, startet diesen Freitag, den 8. Mai, um 20.30 Uhr am Pavillon von Muhles Park in Oberneuland ein Spaziergang mit dem Biologen und Fledermaus-Experten Lothar Bach vom NABU Bremen.
Nach einer Einführung in das geheime Leben der nächtlichen Jäger geht es mit dem sogenannten Bat-Detektor (übersetzt Ultraschalllaute für menschliche Ohren) auf die Suche nach den lautlos fliegenden Säugetieren. Die Winterquartiere von Fledermäusen müssen feucht, frostfrei und doch kalt sein. Höhlen sind solche Orte. Da sie eher selten sind, ist der Weg ins und aus dem Winterquartier in die Sommerlebensräume oft Hunderte von Kilometern lang. Weibchen bringen dann in Dachböden und Baumhöhlenihre Jungen zu Welt, während die Männchen den Sommer allein oder in kleinen Gruppen verbringen. Sie begnügen sich mit Mauer- und Steinnischen, Baumspalten oder nutzen einen Fledermauskasten.
Tiere stehen unter besonderem Schutz
Dachböden als Wochenstuben werden jedoch seltener. „Erkennbar sind solche Quartiere an den typischen Kotkrümeln, die aus Chitinhüllen der Insekten bestehen“, erklärt Lothar Bach. Die krümeligen Ausscheidungen können einfach aufgefegt werden. „Die Tiere stehen unter besonderem Schutz“, betont Bach. Sie dürfen nicht gestört werden und ihre Einfluglöcher müssen offen bleiben. Für den Fledermausspaziergang in Muhles Park in Oberneuland am 8. Mai bezahlen NABU-Mitglieder 5,- Euro, sonst 10,- Euro. Es wird um Anmeldung gebeten: unter Telefon 0421 48 44 48 70 per Mail oder an Info@NABU-Bremen.de.
Bildquelle: Dietmar Nill








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