Festival Maritim mit neuer Leitung und Blick nach Osten
Vom 31. Juli bis 2. August findet in Vegesack wieder das Festival Maritim statt – mit neuem Leitungsteam, neuen Impulsen und einem inhaltlichen Schwerpunkt, der dieses Mal gleich mehrere Bands aus dem Nachbarland Polen auf die Bühnen an der Weser holt.
Mit rund 100.000 Besuchern gehört das Festival zu den größten Kulturveranstaltungen Bremens und Norddeutschlands. Gleichzeitig bleibt es eng mit seinem Standort an der Maritimen Meile Vegesack verbunden. Diese Verbindung ist Teil seiner besonderen Qualität: ein international hochrelevantes Musikfest, das direkt am Wasser stattfindet und dennoch offen und zugänglich bleibt. 2026 markiert dabei einen Wendepunkt, denn nach über zwei Jahrzehnten prägender Arbeit ist Mitgründer Fritz Rapp in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Mit Martha Hochschild übernimmt erstmals eine Frau die operative Verantwortung, die auch direkt die strategische Richtung vorgibt. „Das Festival ist für viele internationale Musiker ein fester Anlaufpunkt – und genau dieses internationale Netzwerk wollen wir weiter stärken. Gleichzeitig öffnen wir das Festival gezielt für neue Perspektiven und Kooperationen.“
Internationaler Knotenpunkt der Sea Music
Seit 1999 haben mehr als 700 Bands aus über 70 Ländern auf den Bühnen des Festivals gespielt. Damit gehört es zu den bedeutendsten Veranstaltungen seiner Art in Europa – ein Umstand, der vielen Bremern gar nicht bewusst ist.
An drei Tagen entsteht entlang der Weser bei freiem Zutritt ein musikalischer Raum auf fünf Bühnen sowie verschiedenen Straßen und Plätzen, in dem sich Tradition und Gegenwart begegnen: von klassischen Shanty- und A Capella-Chören über Folk bis hin zu modernen Spielarten wie Sea Pop, Celtic Punk oder maritim inspiriertem Rock.
50 Jahre Städtepartnerschaft Bremen–Danzig
Ein besonderer Fokus liegt auf der Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Danzig, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Gleich sechs Bands und Künstler aus Polen treten auf dem Festival auf. Ergänzt wird das Programm durch kulinarische Angebote und persönliche Begegnungen, die die kulturelle Vielfalt Polens sichtbar machen. „Wir wollen zeigen, dass Bremen hier einen ganz besonderen Ort hat, an dem sich jährlich eine globale Musikszene trifft“, sagt Martha Hochschild. „Das ist kein Geheimtipp mehr – das ist ein kulturelles Aushängeschild mit einer ganz besonderen Atmosphäre direkt an unserer schönen Weser, die man einfach mal erlebt haben muss.“
Bildquelle: Jens Hagens










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