Farmwalk mit dem Weidecoach

Fast 90 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche im Land Bremen besteht aus Dauergrünland. Ein sogenannter „Weidecoach“ steht den Landwirten zur Seite, um das Beste für Mensch und Tier aus ihren Weideflächen heraus zu holen: In Bremen Oberneuland fand dazu nun ein erster „Farmwalk“ statt.

Das Projekt „Weidecoach Bremen“, durchgeführt vom Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen e.V., ist bereits im April 2025 gestartet. Insgesamt zehn Landwirtinnen und Landwirte treffen sich während der Projektlaufzeit zu den sogenannten „Farmwalks“ auf den Weiden und in den Betrieben. „Unser Grünland soll nicht nur hochwertiges Futter für unsere Tiere liefern, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz“, erklärt Hilmer Garbade, Präsident des Bremischen Landwirtschaftsverbandes. „Insbesondere die Weidehaltung ist sehr wertvoll für die Biodiversität, aber auch für das Image und die Sichtbarkeit unserer Landwirtschaft. Das Weidecoach-Projekt kann daher ein echter Mehrwert für unsere Betriebe sein.“

Coaching, Beratung und Austausch

Begleitet werden die Landwirte vom ausgebildeten Weidecoach und gelernten Landwirt Paul Röber. Die Betriebe werden individuell betreut und es findet ein reger Austausch untereinander statt – bis hin zu Reisen zu anderen Höfen in Europa. Das Beratungsangebot umfasst unter anderem Ertragsmessungen ebenso wie das Monitoring der Weidetränken. Ebenso sind regelmäßige Frischgrasanalysen einer repräsentativen Weidefläche im Abstand von zwei Wochen vorgesehen. „Dieses Projekt kombiniert Coaching, Beratung und Austausch mit standortspezifischem Fachwissen. Der Schwerpunkt liegt darauf, neues und bestehendes Wissen so zusammenzuführen, dass es unmittelbar auf die jeweiligen Standorte und Betriebsbedingungen übertragbar ist“, fasst Geschäftsführer Dr. Arno Krause vom Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen zusammen.

Bild: Der Weidecoach unterstützt Landwirte u.a. dabei, ausreichend gutes Futter zu produzieren. Bildquelle: Umweltressort

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