Erster Rammschlag für die neue Schwerlastkaje im Bremer Kalihafen
Mit dem „Ersten Rammschlag“ wurde gestern, am 21. Oktober, der offizielle Startschuss für die Arbeiten an der neuen 230 Meter langen Schwerlastkaje im Industriehafen Bremen gegeben.
Im Kalihafen, einem Hafenareal des Industriehafens, dessen Anlagen in einzelnen Bereichen nicht mehr den aktuellen Anforderungen an die Hafeninfrastruktur entspricht, soll 13,5 Meter vor dem bisherigen Ufer eine neue 230 Meter lange und schwerlastfähige Kaje entstehen. Dafür wird reichlich Material bewegt:
825 Tonnen Spundwandstahl mit bis zu 29 Meter Länge, knapp 100 bis zu 30 Meter lange Pfähle zur Verankerung der Spundwand und 22.000 Kubikmeter Sand, mit dem die Lücke zwischen alter und neuer Kaje verfüllt wird.
Mit dem ersten Rammschlag erfolgte am 21. Oktober der offizielle Startschuss für das Bauvorhaben. Zugegen war dabei auch Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation.
„Mit der hier neu entstehenden Kaje samt der zukunftsfähigen Liegeplätze setzen wir ein klares Signal, dass der Industriehafen insgesamt und der Kalihafen insbesondere nach wie vor eine wichtige hafenwirtschaftliche Bedeutung für die Stadt Bremen haben“, betonte die Häfensenatorin.
Verbindendes Element mit mehr Tiefgang
Im Industriehafens konzentriert sich rund die Hälfte des stadtbremischen Seegüterumschlages. Rund fünfzig ansässige Umschlag- und Logistikbetriebe sowie Unternehmen des industriellen Gewerbes sorgen für die Produktion, die Lagerung, Verarbeitung und natürlich auch für den Umschlag und den land- und wasserseitigen Weitertransport der Güter.
Für sie birgt die neue Kalikaje große Vorteile. So soll sie derart tief im Hafengrund verankert werden, dass künftig auch Fracht- und Tankschiffe mit einem deutlich größeren Tiefgang als bisher (bis zu 10,5 Meter) anlegen können.
Dazu Senatorin Vogt: „So können Arbeitsplätze und gute Arbeit hier im Hafen für die Zukunft gesichert werden.“ Da sich weitaus mehr Güter über das Wasser statt per LKW transportieren lassen, habe die Kaje aber auch ökologische Vorteile.
„Und nicht zuletzt ermöglicht die neue Kaje direkte Schiffsverkehre zwischen Bremen und Bremerhaven und wird dadurch zu einem verbindenden Element der bremischen Häfen.“
Unternehmen unterstützen Unterfangen
Aktuell werden für die Gesamtmaßnahme 6,65 Millionen Euro und ein Jahr Bauzeit veranschlagt, wie Robert Howe, Geschäftsführer der Hafenmanagementgesellschaft bremenports berichtet. „Entstehen wird die neue Kaje sozusagen im laufenden Betrieb, denn natürlich muss die Arbeit in den anliegenden Firmen weitergehen können.“
Während des „Ersten Rammschlags“ waren auch Vertreter der beiden ansässigen Firmen Tiemann GmbH & Co. KG sowie der Diersch & Schröder GmbH & Co. KG zugegen. Beide Unternehmen beteiligen sich mit insgesamt etwa einem Drittel der Kosten an der Gesamtbaumaßnahme.
Bitte um Verständnis bei Anwohnern
Zu guter Letzt bat bremenports-Chef Howe bei Anwohnern in der näheren Umgebung um Verständnis: „Ich will nicht drum herum reden: 230 Meter Spundwand in den Lauenburger Ton am Grund des Hafenbeckens zu rammen, wird Lärm verursachen. Das ist leider nicht gänzlich zu vermeiden.
Wir versuchen die Belastung aber so gering wie möglich zu halten und hoffen die besonders lärmintensiven Rammarbeiten innerhalb von acht Wochen abzuschließen. Bis Weihnachten sollten wir damit auf alle Fälle durch sein.“
Bild ganz oben: Am 21. Oktober erfolgte der offizielle Startschuss für den Kajenneubau. Mit dabei waren auch Senatorin Kristina Vogt (rechts) und bremenports-Chef Robert Howe (Mitte).
Foto: bremenports










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