Erneute Warnstreiks – Klinikpersonal fordert mehr Lohn

15. 10. 2020 um 12:29:47 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag, 15. Oktober, zu erneuten Warnstreiks in Bremen und Niedersachsen aufgerufen. Am Streik beteiligt sind auch kommunale Kliniken in Bremen. Patienten müssen aber nicht unter dem Streik leiden.

Nachdem sich am 30. September bereits 400 Mitarbeiter der Gesundheit Nord am Streik beteiligt hatten, findet am 15. Oktober ein erneuter Warnstreik an den kommunalen Kliniken in Bremen statt. Beteiligt sind das Klinikum Bremen-Mitte, Ost, Nord, Links der Weser und das Klinikum Reinkenheide in Bremerhaven. Die Gewerkschaft Verdi fordert für Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber haben die Forderungen bisher abgelehnt.

Wieso ein Streik während der Corona-Krise?

Dass Klinikpersonal vielfach unter schlechten Arbeitsbedingungen und wenig Lohn zu leiden hat, ist nicht neu. „Wir wollten den Streik nicht“, erklärt Peter Rehder, Krankenpfleger am Klinikum Bremen Nord. „Verdi hatte den Arbeitgebern im Sommer angeboten, den Tarifvertrag um ein halbes Jahr zu verlängern und die Gehälter nur um einen Inflationsausgleich anzuheben. Die Arbeitgeber waren jedoch der Meinung, nicht gekündigt zu werden sei Anerkennung genug, und haben eine 30-monatige Nullrunde verlangt. Dass war ein Schlag ins Gesicht für all die Kolleginnen und Kollegen, die während der Pandemie mit hohem Einsatz für die Bevölkerung da waren.“

Kein Nachteil für Patienten

Dass durch die Streiks kein Patient zu Schaden komme, regele die Notdienstvereinbarung der Kliniken. Auch die Corona-Stationen würden während der Streiks voll besetzt bleiben und Operationen werden nicht verschoben. Um das Infektionsrisiko zu minimieren habe man die Teilnehmerzahl freiwillig auf 100 Personen begrenzt und werde alle nötigen Abstände und Hygienemaßnahmen einhalten, so Verdi.

Bild: Neben den Kliniken Bremen-Mitte, Nord und Ost, ist auch Personal des Klinikums Links der Weser am Warnstreik beteiligt.




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