Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus – Öffentliche Gedenkveranstaltung im Bremer Rathaus
Jedes Jahr erinnern der Senat der Freien Hansestadt und die Landeszentrale für politische Bildung mit einer zentralen Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus. Dieses Mal findet die Veranstaltung am 25. Januar um 19 Uhr in der Oberen Rathaushalle statt.
Somit wird die bremische Veranstaltung nur zwei Tage vor dem bundesweiten offiziellen Gedenktag der Befreiung von Auschwitz abgehalten, die sich in diesem Jahr zum 79. Mal jährt. Laut Landeszentrale für politische Bildung ist die Erinnerung an und das Nachdenken über die Vergangenheit sowie die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte, insbesondere mit den Gräueltaten des Nationalsozialismus, die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus, Faschismus und Nationalsozialismus. Auch in Bremen steht der Gedenktag, der am 25. Januar um 19 Uhr in der Oberen Halle des Rathauses abgehalten wird, wieder ganz im Zeichen der Erinnerung an alle durch den Nationalsozialismus verfolgten Gruppen.
Spezifischer Fokus auf Nachkriegsgeneration
Darüber hinaus wird in diesem Jahr ein spezifischer Fokus auf die Nachkriegsgeneration der Achtziger Jahre gelegt. Dem Senat zufolge habe eben jene Generation durch ihre Fragen zur nationalsozialistischen Vergangenheit verstärkt den Blick auf die Opfergruppen gelenkt und die Entstehung einer Erinnerungskultur erst ermöglicht. Angesichts des jüngsten weltpolitischen Geschehens, soll der Gedenktag darüber hinaus dazu dienen, auf die aktuellen, von Antisemitismus ausgehenden Gefahren aufmerksam zu machen.
Nach den Grußworten von Dr. Thomas Köcher, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Bremen und Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte wird Marina Chernivsky vom Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung den Festvortrag halten. Im Anschluss verlesen Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Leibnizplatz die Namen der Opfer der Medizinverbrechen in Bremen. Für die musikalische Umrahmung sorgt das „Duo a la Carte!“ Weitere Informationen und ein Anmeldelink stehen unter www.politische-bildung-bremen.de bereit.
Rahmenprogramm von Januar bis April
Der Gedenktag ist, wie bereits erwähnt, allen Opfergruppen des Nationalsozialismus gewidmet und soll nicht nur historische, sondern auch aktuelle politische Bezüge zur Erinnerung und Wachsamkeit im Hinblick auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit herstellen. Dafür wurde ein umfangreiches Rahmenprogramm geschaffen, das im Zeitraum von Januar bis April Vorträge, Filmvorführungen, Diskussionen, Ausstellungen, Lesungen, Führungen, Studienreisen und vieles andere mehr umfasst.
Geplant wurde das Rahmenprogramm von einem breiten Bündnis aus Vereinen, Initiativen und Kooperationspartnern. Die Koordination lag in den Händen von „Erinnern für die Zukunft e.V.“ und der Landeszentrale für politische Bildung. Der Programmflyer liegt an zahlreichen öffentlichen Einrichtungen aus und findet sich auch auf den Internetseiten der Landeszentrale für politische Bildung Bremen: www.landeszentrale-bremen.de und www.politische-bildung-bremen.de
Bild oben:
Am 25. Januar findet um 19 Uhr in der Oberen Rathaushalle ein zentraler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus statt.










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