Entgegen dem Bundestrend wächst die Bevölkerung in Bremen
Die aktuelle Berechnung durch das Statistische Bundesamt bestätigt, was allen längst bekannt ist und seit Jahrzehnten absehbar war: Deutschlands Bevölkerung wird zunehmend älter und schrumpft. So heißt es in dem vorgelegten Bericht, in zehn Jahren werde ein Viertel der Menschen 67 Jahre oder älter sein. Zu den Gründen zählt, dass den Babyboomern nur kleinere Jahrgänge nachfolgen. Doch gerade Bremens Zahlen stellen sich wie die der anderen Stadtstaaten entgegen dem Bundestrend.
Die demographische Entwicklung hin zu längeren Lebenszeiten ist keine Neuigkeit und für die älter werden Menschen ein Segen. Dass hingegen die Geburtenraten sinken, folglich die nachfolgenden Generationen zahlenmäßig geringer ausfallen werden, wird gleichwohl für massive soziale Veränderungen sorgen und insbesondere die Sozialkassen, die nach dem Solidarprinzip fungieren, vor extreme finanzielle Herausforderungen stellen. So werden etwa die Renten längst aus dem Steuertopf subventioniert, das Gesundheitssystem scheint in seiner aktuellen Konstellation kaum noch aufrecht zu erhalten sein. Den meisten ist klar: Reformen werden Einschnitte bedeuten und die könnten prognostisch durchaus schmerzhaft ausfallen.
Während immer mehr Rentnerinnen und Rentner zu versorgen sind, zahlen künftig weniger Arbeitnehmer ins Rentensystem ein. Auch die Zahl der sogenannten „Hochaltrigen“ über 80 wird laut statistischem Bundesamt steigen. Dadurch würde der Bedarf an Pflegeleistungen stark steigen. Unausweichlich steht die Frage im Raum: Wer kann und muss welche Lasten schultern, wenn das Bevölkerungsalter steigt?
In der Wahrscheinlichkeitsberechnung geht das Statistische Bundesamt davon aus, dass auch künftig voraussichtlich mehr Menschen sterben als geboren werden, wodurch die Bevölkerung hierzulande folgerichtig schrumpfen wird. Die Studie rechnet wor, dass auch eine hohe Zuwanderungsrate den Rückgang nicht aufhalten kann, und prognostiziert. dass im Jahr 2070 rund zehn Millionen Einwohner weniger in Deutschland leben als heute.
Zugleich wird der Fokus auf regionale Unterschiede gelenkt. Demnach werden die meisten Flächenländer schrumpfen. Anders in den Stadtstaaten wie Bremen. Die profitieren in diesem Kontext von einer überdurchschnittlich hohen Zuwanderung. Verbleibt demnach die dringende Notwendigkeit, die Menschen mit Migrationshintergrund auch und gerade in den jüngeren Generationen zunächst in die Gesellschaft und letztlich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
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((Beitragsbild oben: Symbolbild – Rollatoren-Training))





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