Elektro-Flugzeug hebt erstmals vom Bremen Airport ab
Gestern, 29. August, kam es am Flughafen Bremen zu einer Premiere. Erstmals landete und startete hier ein Flugzeug mit Elektroantrieb. Mit an Bord: Bremens Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation Kristina Vogt.
Die Luftfahrt ist im Wandel, für den notwendigen Transformations-Prozess werden auch am Flughafen Bremen viele Themenfelder im Hinblick auf Nachhaltigkeit vorbereitet: Nachdem Mitte August erstmals die Abfertigung eines Linien-Flugzeuges von KLM Royal Dutch Airlines am Bremen Airport komplett mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen durchgeführt wurde, erfolgte jetzt die erste Landung und der erste Start eines Flugzeuges mit Elektroantrieb.
Dazu Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer Flughafen Bremen: „Die Flugzeugindustrie entwickelt neue und nachhaltige Antriebe. Wir als Airport Bremen wollen die notwendige Infrastruktur für die Fluggesellschaften und Hersteller bereitstellen, um nachhaltiges Fliegen zu ermöglichen. Insofern ist der heutige erste Start eines elektrischen Flugzeuges ein wichtiges Signal.“
Technische Daten „Elektra Trainer“
Die zweisitzige Maschine des Typs „Elektra Trainer“ hat eine Reichweite von 300 Kilometern, kann rund 2,5 Stunden in der Luft verbringen und fliegt mit einer Lautstärke von unter 50 Dezibel sehr leise.
- Fluggeschwindigkeit: 120 Km/h
- Maximale Fluggeschwindigkeit: 173 Km/h
- Rechweite: 300 Kilometer
- Batteriekapazität: 30 kWh
- Maximales Startgewicht: 600 Kg
- Spannweite: 14,5 Meter
- Lautstärke: unter 50 dB
Elektrisches Fliegen ist wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Standortes
„Das Interesse und die Erwartungen an das elektronische Fliegen sind groß. Es bietet auf der einen Seite eine vielversprechende Möglichkeit, die Dekarbonisierung der Luftfahrt zu unterstützen. Andererseits können lokale Emissionen, beispielsweise Lärm, reduziert werden. Deshalb ist die Premiere des Elektro-Flugzeugs ein nächster Schritt im Transformations-Prozess des Bremen Airports“, betonte Wirtschafts- und Transformationssenatorin Kristina Vogt.
So wolle man am Flughafen Bremen die Möglichkeiten bieten, unterschiedliche Antriebsvarianten am zu bedienen. Elektrisches Fliegen sei dabei ein wichtiger Baustein und könnte künftig vor allem auf Kurzstrecken und in spezialisierten Anwendungsbereichen wie dem Regionalflugverkehr eine Rolle spielen.
„Die weitere Entwicklung der Batterietechnologie und der Infrastruktur wird entscheidend dafür sein, wie schnell und weit sich Elektroflugzeuge durchsetzen werden“, so die Senatorin weiter. „Aber natürlich geht es langfristig auch darum, die Technologie aus dem Kleinflugzeug auf größere Flugzeuge zu erweitern. Um hier vor Ort Arbeitsplätze zu erhalten und den Standort zukunftsfähig zu machen.“
Nachdem das Flugzeug erfolgreich am Flughafen gelandet war, hob Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt selbst zu einem kurzen Rundflug ab.
Bild ganz oben: Am gestrigen Donnerstag landete ein Elektro-Flugzeug des Tys „Elektra Tainer“ erstmals am Flughafen Bremen.
Foto: Flughafen Bremen











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