Eigentum verpflichtet: Bremen bündelt Kräfte gegen Problemimmobilien

Manche Eigentümer kümmern sich schlicht nicht um den Zustand ihrer Immobilien. Auch in der Stadt Bremen gibt es Gebäude, die erhebliche Gefahren für Bewohner sowie Dritte darstellen können oder sich durch ihren schlechten Zustand nachteilig auf das Umfeld auswirken. Dem wird nun ein Riegel vorgeschoben: Dafür haben Innensenator Ulrich Mäurer und Bausenatorin Özlem Ünsal am 26. August eine Vereinbarung unterzeichnet.

Um die Lebensqualität der Bremer Bürger zu verbessern und Gefahren zu minimieren, werden Innensenator Mäurer und Bausenatorin Özlem Ünsal die bereits im unterschriebenen Koalitionsvertrag vorgesehene „Gemeinsame Verwaltungseinheit zur Bekämpfung von Problemimmobilien“ (GVBP) gründen.

Angesiedelt wird diese Verwaltungseinheit beim Ordnungsamt Bremen. Zukünftig werden darin die bestehenden Ressourcen der Wohnungsaufsicht, des Wohnraumschutzes und der Bauaufsicht gebündelt. So sollen die Ressourcen effektiver eingesetzt werden können. Hier wird es zukünftig auch Ansprechpartner für Bürger geben.

Aufgaben und Vorgehen der Einheit

Zu den gesteckten Hauptzielen gehört es, Problemimmobilien gezielt zu identifizieren und zu überwachen sowie die Sicherheit und Ordnung in Bremen zu fördern. Durch abgestimmte Maßnahmen sollen Gefahren schnell und effizient beseitigt werden.

Die Aufgaben im Einzelnen:

  • Identifizieren, Erfassen und Überwachen von Problemimmobilien in Bremen
  • Gemeinsame Kontrollen der Problemimmobilien unter Nutzung der unterschiedlichen Eingriffsmöglichkeiten der zuständigen Bereiche
  • Umfassende Bearbeitung der Verwaltungsmaßnahmen als eigenständige Verwaltungseinheit
  • Koordinierung und Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und Dienststellen wie dem Gesundheitsamt, dem Quartiersmanagement und dem Amt für Soziale Dienste zur Sanierung der Problemimmobilien
  • Sicherstellung des Informationsaustauschs und Einbindung weiterer Dienststellen bei besonderen Herausforderungen.

„Ein klares Zeichen für die Sicherheit und Lebensqualität“

„Mit der Gründung unserer gemeinsamen Einheit setzt Bremen ein klares Zeichen für die Sicherheit und Lebensqualität seiner Bürgerinnen und Bürger. Damit gewährleisten wir, dass unzumutbare Zustände schnell erkannt und Maßnahmen zügig ergriffen werden können. So schaffen wir gesunde Wohnverhältnisse und sorgen für eine sicherere und lebenswerte Stadt“, so Innensenator Mäurer.

Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, ergänzt: „Dank der gebündelten Kräfte in der neuen Verwaltungseinheit können wir effektiver gegen Problemimmobilien vorgehen und so die städtebauliche Qualität unserer Quartiere nachhaltig verbessern. Das ist von entscheidender Bedeutung für die positive Entwicklung unserer Stadt.“

 

Symbolbild: Laut Senat können  sogenannten Problemimmobilien die Sicherheit und Sauberkeit der Stadt gefährden und in benachteiligten Stadtteilen eine Abwärtsspirale auslösen.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert