Drei Viertel aller Zweiradfahrer in Bremen mit Fehlverhalten

Die Polizei Bremen hat nun die Ergebnisse aus den Verkehrskontrollen am bundesweiten Aktionstag „sicher.mobil.leben“ vorgelegt – und sie sind erschreckend: Die Einsatzkräfte nahmen rund 435 Zweiräder aller Art genauer unter die Lupe und stellten dabei knapp 315 Verstöße fest. 

Vor dem Hintergrund der weiterhin hohe Zahl von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Zweirädern wurden am Dienstag im gesamten Stadtgebiet Verkehrskontrollen durchgeführt. Besonders häufig fiel dabei auf, dass Radfahrer das Rotlicht missachteten, die falsche Seite befuhren oder den Gehweg benutzten. Die meisten Rotlichtverstöße wurden im Bereich Tiefer/Altenwall sowie Osterdeich/Mozartstraße festgestellt. Auch am Herdentorsteinweg in Richtung Breitenweg scherten sich zahlreiche Radfahrer nicht um rote Ampeln. Gleiches Bild am Osterdeich/Verdener Straße, wo ebenfalls wiederholt Verstöße registriert wurden. Dazu wurde die unerlaubte Handy-Nutzung im Straßenverkehr geahndet.

Kein „Strafzettel-Programm“

Bei der Geschwindigkeitsüberwachung am Zubringer Hemelingen (zulässige Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h) wurden insgesamt 35 Verstöße verzeichnet. Darüber hinaus wurde bei zwei kontrollierten Motorrädern im Stadtgebiet festgestellt, dass aufgrund manipulierter Auspuffanlagen die Betriebserlaubnis erloschen war. Vor Ort durchgeführte Geräuschmessungen ergaben jeweils deutliche Überschreitungen. Dazu Innensenatorin Frau Dr. Högl: „Diese Kontrollen sind kein Strafzettel-Programm. Sie sollen vielmehr dafür sorgen, dass die Menschen in Bremen sicher ankommen – jeden Tag.“

Bildquelle: AdobeStock

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