Dornröschenkuss für das Balgequartier

Ein zentraler Bereich der Bremer Innenstadt soll in den kommenden fünf Jahren wachgeküsst werden: das Balgequartier. Finanziert durch die Anrainer will man unter anderem Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung verbessern sowie das Marketing professionalisieren.

Die Initiative nennt sich BID Balgequartier. „Business Improvement Districts“ (BID) sind exakt abgegrenzte Bereiche, die auf Antrag der Anlieger von der Stadtbürgerschaft beschlossen werden. In ihnen leisten alle Gründstückseigner einen nach der Grundstücksgröße bemessenen Beitrag in eine gemeinsame Kasse, aus der dann beispielsweise ein Quartiersmanagement und klar definierte Maßnahmen finanzie werden. Ziel ist es, die Attraktivität des Gebietes zu verbessern, wovon auch Handel, Gastgewerbe und Dienstleister profitieren. Das BID Balgequartier umfasst die Langenstraße, Böttcherstraße, Hinter dem Schütting, den Innenhof Langenstraße, den Jacobshof und den Bereich beim Atlantic Grand Hotel.

Alle profitieren

Bürgermeister Bovenschulte war gestern beim Start dabei und begrüßt das Vorhaben: „Von dem privaten Engagement der Eigentümer werden am Ende alle profitieren. Einerseits natürlich die Menschen, die hier leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Andererseits aber auch die Stadt, weil sie Unterstützung bei ihren Bemühungen um eine saubere und attraktive Innenstadt bekommt.“ Das Balgequartier sei mit seiner Lage und seinem Charme schließlich etwas ganz Besonderes.

In den vergangenen Jahren gab es dort massive Investitionen – etwa in das Jacobs-Haus und das Essighaus – und mit dem Stadtmusikantenhaus an der Ecke zum Marktplatz entsteht noch ein weiteres Highlight. Mit der Böttcherstraße als Teil des BID habe „das Balgequartier das Potenzial, sich zu einem echten kulturellen Exzellenzquartier zu entwickeln,“ so Bovenschulte. Das Programm des BID Balgequartier umfasst im Wesentlichen vier Felder:

  • Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung
  • Erlebnisqualität, Aufenthaltsqualität und Stadtgestaltung
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
  • Management und Interessensvertretung.

Über die kommenden fünf Jahre bringen die Eigentümerinnen und Eigentümer der Grundstücke dafür insgesamt 2,6 Millionen Euro auf. Staatliche Mittel sind nicht Teil der Finanzierung des BID, das neben organisatorischen Maßnahmen auch unterschiedliche Veranstaltungsformate enthält.

Bild  (von links:) Handelskammer-Präses André Grobien, Investor Dr. Joh. Christian Jacobs, Dr. Frank Schmidt (Direktor Museen Böttcherstraße), Susanne Gerlach (Vorstand City-Initiative und Geschäftsführerin Böttcherstraße GmbH), Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Bildquelle: Senatspressestelle

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