Die Polizei warnt vor falschen Microsoft-Mitarbeitern – Betrug durch Tech Support Scam

14. 02. 2020 um 11:12:56 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Die Polizei Bremen warnt derzeit vor falschem Microsoft-Support: Angebliche Mitarbeiter des technischen Supports von Microsoft versuchten in den letzten Tagen per Telefon Zugriff auf Computer der Angerufenen zu erlangen. Hintergrund ist, dass die Firma Microsoft für das Betriebssystem Windows 7 letztmalig bis zum 14.1.2020 den Technischen Support, Softwareupdates und Sicherheitsupdates oder Problembehebungen angeboten hat. Wie die Polizei berichtet, versuchen Kriminelle, diesen Umstand für Betrügereien zu nutzen.

In der Regel läuft die Masche so: Das Telefon klingelt, eine unbekannte Rufnummer wird auf dem Display angezeigt. Es meldet sich ein angeblicher Mitarbeiter des Kundendienstes der Firma Microsoft. Der Computer soll angeblich mit einem Virus infiziert sein und nun wird vom “Support” Hilfe angeboten. Dafür sollen die Angerufenen ihre Zugangsdaten nennen und den Zugriff auf ihre Computer erlauben.

Tech Support Scam –

Betrug als Service getarnt

Was nach einem guten Service klingt, ist tatsächlich aber die Betrugsmasche “Tech Support Scam”. Nachdem die Zugangsdaten mitgeteilt und der Zugriff auf das Gerät erlaubt wurden, wird ein Programm installiert (ein “Trojaner” oder andere Schadsoftware). Wie die Polizei Bremen berichtet, sollen damit sensible Daten wie etwa Passwörter für das Online-Banking oder Kreditkartendaten ausgespäht werden. Mitunter wird auch der Computer für den Nutzer gesperrt. Der angebliche Microsoft-Mitarbeiter bietet anschließend ein Softwarezusatzpaket an. Mit den bereits ausgespähten Kreditkartendaten wird die Bezahlung umgehend selbst geregelt.

Wie können Angerufene sich schützen?

Die Polizei weist darauf hin, dass die Firma Microsoft nicht unaufgefordert anruft und keine persönlichen und finanziellen Daten abfragt. Es werden auch keine E-Mails unaufgefordert versandt. Die Polizei rät, das Telefonat umgehend zu beenden und keinerlei Auskunft zu erteilen. Ist bereits ein Gespräch mit einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter erfolgt, sollte der Computer vom Netz getrennt und die Passwörter geändert werden. Generell sollte man unbekannte E-Mails löschen, nicht deren Anhänge öffnen und auch nicht auf enthaltene Fotos oder Links klicken.

Hinweis für Windows 7-Nutzer

Die Polizei Bremen rät: “Der fehlende technische Support, die fehlenden Softwareupdates und fehlenden Sicherheitsupdates oder Problembehebungen erhöhen bei weiterer Nutzung das Risiko für Viren und Malware. Egal? Nein! Wer zu Beispiel das Onlinebanking nutzt, muss nicht einmal bemerken, dass Kriminelle auf dem Rechner Daten “ausspähen”. Ein Virenschutzprogramm mit Firewall löst dieses Problem nicht! Ein Schaden muss nicht sofort entstehen. Angriffe bleiben vielleicht unbemerkt, Microsoft behebt die Sicherheitslücken nicht mehr und das Risiko, dass der Rechner infiziert wird, wird immer größer. Tipp: Ein neueres Betriebssystem herunterladen oder vielleicht ein neues Gerät kaufen, das schon ein neueres Betriebssystem verwendet.”

 




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