Die Linke möchte Inklusion an Bremer Schulen zum Erfolgsprojekt machen

19. 06. 2017 um 16:00:41 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Die Fraktion die Linke hat der Bürgerschaft einen Forderungskatalog zur Weiterentwicklung der Inklusion an Bremer Schulen vorgelegt. Der Antrag ist das Ergebnis von Hintergrundgesprächen aus dem Herbst 2016 und einer Podiumsdiskussion vom 8. Juni in Gröpelingen mit Fachkräften aus der Praxis.

 
In den letzten Wochen ist in Bremen viel über den Stand der schulischen Inklusion gesprochen worden. Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linken Kristina Vogt berichtet: „Sowohl der tatsächliche Zustand der Schulen als auch unausgeschöpfte Möglichkeiten der Inklusion sollten in die zukünftige Aufgabenbewältigung stärker eingehen. Der Enthusiasmus zu Beginn der Inklusion ist verflogen.“
 

„Wir haben genau zugehört“

Der enthaltene Forderungskatalog im Bürgerschaftsantrag der Linken ist das Ergebnis von einer genauen Analyse: „Wir haben genau zugehört, was an den Schulen gebraucht wird. Ergebnis ist ein Katalog, der keine utopischen Forderungen enthält, sondern sehr gezielt mit einfachen Maßnahmen die Schulen dort stützt, wo es drückt“, sagt Vogt. Eine Kernforderung ist die Entlastung der Lehrkräfte um zwei Stunden pro Woche. Vogt äußert, dass zusätzlich zum Unterricht regelmäßige Teamsitzungen oder Fallkonferenzen anfallen würden, in denen die Fördermaßnahmen für einzelne Kinder diskutiert werden. Die Arbeit sei parallel zum normalen Unterricht oft nicht mehr zu leisten.
 

Fokus auf die Ausbildung von Fachkräften

„Bremen bildet immer noch keine eigenen Inklusionsfachkräfte für die Oberschulen aus. Der Senat muss sicherstellen, dass wir ab 2018/19 wieder eigene Lehrkräfte für die Inklusion ausbilden“, betont Vogt. Eine Abstimmung über die Forderungen der Linken wird im Herbst stattfinden. Vogt ist zuversichtlich, dass sich andere Fraktionen wie die SPD und die Grünen ihrem Antrag anschließen werden.
 

Foto oben: Die Linke will die Inklusion an Schulen verbessern





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