Demo läuft aus dem Ruder

Am Dienstagnachmittag versammelten sich rund 2.200 Menschen friedlich auf dem Bremer Marktplatz, um auf die Situation der Kurden in Syrien aufmerksam zu machen. Ein anschließender Aufzug mit etwa 1.600 Teilnehmenden führte jedoch zu Gewalt, mehreren polizeilichen Einsätzen und Strafanzeigen.

Der Aufzug setzte sich gegen 17 Uhr in Richtung Hauptbahnhof in Bewegung. Im Verlauf kam es wiederholt zu aggressiven Auseinandersetzungen unter Teilnehmenden, in einem Fall musste eine Person von der Versammlung ausgeschlossen werden. Entlang der Strecke eskalierten auch mehrere Streitigkeiten mit Passanten, teils kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen. Einsatzkräfte mussten wiederholt einschreiten, um die Situationen zu beruhigen. Und das nicht nur direkt vor Ort, denn einzelne Personen versuchten, Beteiligte in den Hauptbahnhof zu verfolgen.

Demo endet, Gewalt nicht

Nach dem offiziellen Ende der Versammlung gegen 18:35 Uhr wollten zahlreiche Teilnehmer den Bereich nicht verlassen, die Stimmung blieb angespannt. So kam es im Umfeld des Hauptbahnhofs zu weiteren Streitigkeiten und einzelnen Körperverletzungen, unter anderem unter Einsatz einer Fahnenstange. Die Polizei fertigte Strafanzeige unter wegen Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs sowie Verstößen gegen das Versammlungs- und Vereinsgesetz. Die Auswertung von Videoaufnahmen und die weiteren Ermittlungen dauern an.

Bildquelle: Fotolia

 

 

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