„Dem Werdersee in Bremen geht’s schlecht“ – Wasserpest breitet sich aus

Anwohnerinnen und Anwohner als auch Passanten sind vom Anblick des Werdersees bestürzt. Die Wasserpest vermehrt sich unkontrolliert. Nicht nur auf den ersten Blick scheint der See geradezu dichtgewachsen. Bereits seit mehreren Tagen und Wochen besteht in diesem Bereich ein sicherheitsrelevantes Badeverbot. Zu den Hauptgründen dafür zählt, dass Rettungskräfte – sofern benötigt – einfach nicht mehr durchkommen. Die Bilder wirken wie Impressionen aus einer anderen Welt. Eine Spaziergängerin sagt: „Dem Werdersee geht’s schlecht.“

Grundsätzlich ist die Wasserpflanze mit dem Namen „Wasserpest“ zunächst nicht gesundheitsschädlich, obschon die Bezeichnung es vermuten ließe. Allerdings ist sie insbesondere in der aktuell wildwachsenden Ausprägung eine Gefahr für Schwimmer und Wassersportler. So besteht das Risiko, dass Badende sich in der Schlingpflanze verfangen könnten. Zumal die Pflanze sich auch um Rettungsboote wickeln und etwaige Motoren unbrauchbar machen könnte, ist die Rettungssicherheit maßgeblich beeinträchtigt bis nicht mehr vorhanden. Motoren saugen die Schlingpflanze an und sich damit schlussendlich voll. Nichts geht mehr.

Durchaus kurios in diesem Zusammenhang, dass die Pflanzen nicht oder eben nur in einem Teilbereich entfernt werden. Erklärt wird das vom Innenressort mit den anfallenden Kosten. So umfasst der gesamte Werdersee eine Fläche von über zwölf Kilometern. Gemäht bzw. befreit wurde die Badestelle; allein das hatte 20.000 Euro verschlungen. Allerdings mit dem Resultat, dass trotz der erfolgten Maßnahmen ein Bade- und Wassersportverbot ausgesprochen werden musste.

Optimale Bedingungen für die Ausbreitung der Wasserpest

In Maßen verbreitet kann die Wasserpest tatsächlich positive Auswirkungen auf stehende und fließende Gewässer gleichermaßen haben, zumal sie imstande ist, die Wasserqualität zu verbessern indem überschüssige Nährstoffe aufgenommen werden und Sauerstoff produziert wird, wodurch wiederum das Algenwachstum gehemmt wird. Probleme entstehen bei zu starker Ausbreitung durch die Verdrängung heimischer Arten als auch die Risiken bei der Nutzung des jeweiligen Gewässers. Laut offizieller Mitteilung gilt die Sperre bis auf Weiteres. Unklar ist, ob die in diesem Jahr überhaupt noch aufgehoben werden kann. Wie es zu der Situation kommen konnte, soll nach den Sommerferien vom Innen- und Umweltressort erklärt werden.

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((Beitragsbild oben: Werdersee von der Pflanze Wasserpest zugewachsen))

 

 

 

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