Das Pilotprojekt klima:kita begleitet zwei Bremer Kitas auf ihrem Weg zur Klimaneutralität

In zwei Bremer Kindertagesstätten steht dieses Jahr Klimaschutz ganz besonders im Fokus: Das Kinder- und Familienzentrum Carl-Friedrich-Gauß-Straße in Horn-Lehe und das Kinderhaus Fin Kids in Findorff sind die ersten beiden Kitas, die am Pilotprojekt klima:kita teilnehmen. Das Projekt, entwickelt von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens, verfolgt das Ziel, Klimaschutz in den Kitas nachhaltig zu verankern und sie auf dem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten. Es läuft noch bis Ende des Jahres und wird vom Förderverein der Klimaschutzagentur energiekonsens e.V. gefördert.

Niemand ist zu klein für Klimaschutz: „Bereits bei den Kleinsten ist ein Interesse an Klimaschutzthemen und dem achtsamen Umgang mit unserer Umwelt deutlich zu erkennen“, erklärt Martin Grocholl, Geschäftsführer der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens. „Es gibt viele altersgerechte Möglichkeiten, Kita-Kinder für den Klimaschutz zu begeistern. Zudem bieten die Einrichtungen großes Potenzial, um CO₂ einzusparen. Das Pilotprojekt klima:kita setzt genau hier an, indem es Klimaschutz fest in den Kita-Alltag verankert. Dabei werden neben der pädagogischen Vermittlung von Klimaschutzthemen auch Infrastruktur, Betrieb und tägliche Abläufe in den Blick genommen.“

Das Projekt setzt auf eine partizipative Herangehensweise: Kita-Leitung, Erzieherinnen und Erzieher, Kinder, Eltern, Personal im Gebäudemanagement und der Verpflegung werden aktiv in den Prozess einbezogen. Sie gründen ein klima:kita-Team, das maßgeblich für die Umsetzung zuständig ist. Unterstützt werden die Kitas von energiekonsens und von externen Klima-Coaches, die ihnen mit ihrem fachlichen Know-how in allen Projektphasen zur Seite stehen. Darüber hinaus werden ergänzend Fortbildungen und Workshops angeboten.

Zu Beginn des Projektes erstellen die beiden teilnehmenden Kitas eine Bestandsaufnahme aller klimarelevanten Aktivitäten und fragen sich: Was machen wir eigentlich schon alles für den Klimaschutz? Anschließend wird eine CO2-Bilanz für die Bereiche Energie (Wärme, Strom), Abfall und Wasser, Mobilität, Verpflegung und Beschaffung erstellt. Auf dieser Grundlage entwickeln die Kitas einen individuellen Klimaschutzplan der kurz, mittel- und langfristige Ziele in den jeweiligen Handlungsfeldern enthält. Die entwickelten Klimaschutzmaßnahmen setzten die Kitas dann schrittweise um.

„Wir freuen uns, in diesem Jahr das Projekt zusammen mit energiekonsens umzusetzen“, sagt Gabriele Haar, Einrichtungsleiterin der Kita Carl-Friedrich-Gauß-Straße. „Das Projekt bietet uns die Möglichkeit, Klimaschutz in unseren Kita-Alltag zu integrieren und mit den Kindern spielerisch umzusetzen. Das Großartige daran ist, dass neben dem Personal, auch die Kinder und Eltern unseren Weg zur Klimaneutralität aktiv mitgestalten können.“

Dem schließt sich Jana Stuckenschmidt, Einrichtungsleiterin des Kinderhauses Fin Kids, an: „Durch klima:kita haben wir die Möglichkeit Klimaschutz so umzusetzen, wie es zu unserer Einrichtung passt. Ich bin gespannt, welche Maßnahmen auf unserem Klimaschutzplan stehen werden und was wir bis Ende des Jahres davon umsetzen.“

Nachdem die Kitas alle Schritte erfolgreich gemeistert haben, erhalten sie für ihr Engagement und die erzielten Ergebnisse im Rahmen einer Abschluss-Veranstaltung die Auszeichnung „klima:kita“. Ziel des Pilotprojektes ist es, zu erproben unter welchen Voraussetzungen bremische Kitas sich auf dem Weg zur Klimaneutralität machen können, um das Konzept dann auf weitere Kitas auszuweiten.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert