Corona in Bremer Altenheimen – Warum es trotz der Impfung noch immer viele Fälle gibt

04. 02. 2021 um 15:13:33 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Gerade den Bremer Alten- und Pflegeheimen wurde in den vergangenen Wochen vorrangig ein Impfangebot unterbreitet. Trotzdem meldete das Bremer Gesundheitsressort am 2. Februar, dass es derzeit 221 Corona-Infektionen in den Heimen gibt. Wie kommt das?

Wie viele Impfungen konnten in den Alten- und Pflegeheimen bislang durchgeführt werden?

„Wir konnten inzwischen 95 Prozent der Bewohner und Bewohnerinnen ein erstes Impfangebot machen“, erklärt Lukas Fuhrmann, Sprecher der Bremer Gesundheitsbehörde. „Rund 80 Prozent haben das Angebot angenommen und eine erste Impfung erhalten. Bei der zweiten Impfung liegen wir aktuell bei mehr als 30 Prozent. Hier nimmt die Geschwindigkeit aktuell zu und wir rechnen damit, dass wir in der kommenden Woche überall dort, wo es möglich ist, auch ein zweites Angebot gemacht haben werden“, so Fuhrmann weiter.

Wie viele Corona-Infektionen gibt es in den Alten- und Pflegeheimen?

Mit dem Stand vom 2. Februar sind derzeit 16 stationären Altenpflegeeinrichtungen in der Stadt Bremen von Corona-Infektionen betroffen. Insgesamt haben sich dort 221 Personen infiziert. 134 dieser Infektionen entfallen auf Bewohner, 87 auf Beschäftigte. In zwölf Einrichtungen gibt es Ausbrüche, in den vier weiteren Einrichtungen sind es einzelne Infektionen.

Sind diese Infektionen vor oder nach den Impfungen entstanden?

„Die Infektionen sind teilweise vor und teilweise nach der Impfung aufgetreten“, so Fuhrmann.

Wie kann das sein, dass eine Infektion nach der Impfung auftritt?

„Bis es einen umfassenden Impfschutz gibt, dauert es bis zu 4 Wochen oder länger“, erklärt Fuhrmann. Wohlgemerkt 4 Wochen nach der zweiten Impfung. „Gerade bei älteren Menschen benötigt das Immunsystem Zeit, um auf eine Impfung zu reagieren. Gleichzeitig dauern große Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen häufig sechs bis acht Wochen an. Wir werden also erst gegen Ende Februar tatsächliche Effekte der Impfungen sehen können“, so Fuhrmann weiter.

Weiß man, wo sich die Menschen in den Altenheimen genau infiziert haben?

Das lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen, so Fuhrmann. Natürlich bestehe trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Restrisiko, dass sich die Bewohner bei Besuchern oder Beschäftigten anstecken oder anderswo, wenn sie die Einrichtung verlassen oder in eine andere Einrichtung verlegt werden. Gleiches gelte natürlich auch für Beschäftigte.

Symbolbild: Trotzdem inzwischen viele Menschen in Bremer Alten- und Pflegeeinrichtungen geimpft wurden, gibt es nach wie vor viele Infektionen in den Einrichtungen. Das liegt vor allem an die Dauer von vier Wochen, ehe der Impfschutz wirkt. Bildquelle: Adobe Stock.




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