cambio Bremen begrüßt ein dauerhaft vergünstigtes Ticket für Bus und Bahn

03. 08. 2022 um 10:08:14 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Der öffentliche Nahverkehr verzeichnet seit Einführung des 9-Euro-Tickets eine höhere Nachfrage. Auch Bremer CarSharing-Kund*innen haben ihr Mobilitätsverhalten verändert und unternehmen weniger Autofahrten. cambio Bremen bewertet das Ticket dennoch als Erfolg und befürwortet eine dauerhafte Lösung.

Bus und Bahn sind für viele Nutzer*innen attraktiver geworden, das bestätigen aktuelle Daten des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Deutschen Bahn AG. Für 70 Prozent der Befragten ist demnach der Preis ein klarer Kaufgrund.  Das Auto ist auf einmal nicht mehr immer alternativlos, 39 Prozent der Befragten verzichten durch das Ticket auf Autofahrten. Das geänderte Nutzer*innenverhalten ist auch beim CarSharing-Anbieter angekommen. „Wir merken die veränderte Nachfrage in unseren Umsatzzahlen. Tages- und Wochenendfahrten gingen mit Einführung des 9-Euro-Tickets um bis zu 10 Prozent zurück“, sagt Lasse Schulz, Geschäftsführer von cambio Bremen. Und das obwohl cambio zum 1. Juni die Senkung der Kraftstoffpreise über die Reduzierung der Kilometerpreise direkt an alle Kund*innen weitergegeben hatte. Die teilweise hohen Preise an den Zapfsäulen funktionieren daher als Begründung für den Buchungsrückgang nicht.

Weitere Investitionen erforderlich

Dennoch: „Für uns sind bezahlbare Preise im Nahverkehr und CarSharing kein Widerspruch. Gerade deswegen sprechen wir uns für eine dauerhafte Lösung aus. Uns zeigen die letzten Wochen, dass es eine große Bereitschaft gibt, das eigene Mobilitätsverhalten zu verändern. Und CarSharing funktioniert in Kombination mit dem öffentlichen Nahverkehr am besten. Natürlich braucht es manchmal ein Auto, das ist klar. Rund 85 Prozent unserer Kund*innen haben kein eigenes Auto mehr und verlassen sich auf CarSharing, das Fahrrad und den ÖPNV“, so Schulz. Aus Sicht des CarSharing-Anbieters muss es nun das politische Ziel sein, weiterhin ein attraktives Nahverkehrsticket anzubieten. „Ein günstiger Preis allein wäre aber nur der halbe Weg. Natürlich muss weiter in den ÖPNV investiert werden, in Infrastruktur, Erreichbarkeit und Qualität des Angebots. Nur dann werden viele ihr Verkehrsverhalten dauerhaft verändern“, schließt Schulz ab.

Bildquelle: Ulf Büschleb




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