Bürgermeister Bovenschulte trifft Verteidigungsminister

Der Bundesminister für Verteidigung, Boris Pistorius, hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Rathaus besucht. Nach einem Austausch über sicherheitspolitische Themen fuhren sie gemeinsam zur Zentrale des Raumfahrtkonzerns OHB bei der Universität.

Im Werk verschafften sich Pistorius und Bovenschulte zusammen mit der OHB-Konzernführung einen Eindruck von der Produktion. Kürzlich haben OHB und Rheinmetall das Gemeinschaftsunternehmen „OHB Rheinmetall Space Networks GmbH“ mit Sitz in Bremen gegründet. Es bewirbt sich um den Auftrag für ein neuartiges satellitengestütztes Kommunikationssystem der Bundeswehr. Dazu Bürgermeister Andreas Bovenschulte: „Bremen entwickelt sich immer mehr zur Schaltzentrale der See- und Weltraumverteidigung. Damit leistet die heimische Luft- und Raumfahrtindustrie nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Eigenständigkeit, sondern sichert und schafft auch Tausende von Arbeitsplätzen.“

Angriffsziel im Kriegsfall

Für das Verteidigungsministerium nimmt das Land Bremen in der Tat eine zunehmend wichtige Rolle ein. Das drückt sich vor allem in den rund 1,3 Milliarden Euro aus, die in die Infrastruktur des Hafens für den Ausbau Bremerhavens zu einem maritimen Logistik-Hub fließen. Es ist die höchste Förderung, die der Bund jemals für ein Projekt im Land Bremen zur Verfügung gestellt hat. Befürworter sehen darin einen wesentlichen Schritt zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, Kritiker sehen hohe Risiken angesichts der anhaltenden Eskalationen im Ukraine-Konflikt. Zumal das Ministerium beschlossen hat, das Beschaffungsamt der Bundeswehr mit einem neuen Standort für die Bereiche Marine und Weltraum in Bremen zu stärken. Von hier aus wird künftig die Beschaffung für diese Schlüsselbereiche koordiniert, was das Land zu einem natürlichen Angriffsziel im Kriegsfall macht.

Bildquelle: Senatspressestelle

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