Breminale am Bremer Osterdeich muss den Gürtel enger schnallen – viel enger geht’s nicht

Mittwoch geht’s in die nächste Ausgabe der Breminale. Die steht mit dem künstlerischen Leiter Jonte von Döllen finanziell unter Druck. Und das nicht zum ersten Mal. Bereits im letzten Jahr wurde versucht, die Kosten zu reduzieren. Aber irgendwo scheint in Relation zum Event ein Ende der möglichen Sparmaßnahmen erreicht zu sein.

Bereits im vergangenen Jahr wurde klar, dass die Kosten nicht großartig weiter zu deckeln sind. Um ein entsprechend publikumsträchtig anziehendes Programm auf die Bein zu stellen, scheinen die Einsparoptionen erschöpft. So wurde mit der Flut-Bühne auf eine Bühne verzichtet, was bereits ein massiver Rückgang im Event-Angebot war.

Beim Budget für die Bands gab es zwar grundsätzlich kaum Veränderungen, allerdings bei den Acts selbst. So gibt es keine großen Main-Acts mehr. Der Hauptgrund dafür ist, dass die angesagten Bands – selbst unter Kostendruck stehend – ihre Gagen angehoben haben. Sprich: Die Bands werden immer teurer. Ein Phänomen, von dem derzeit alle Veranstalter von Festivals und Outdoor-Konzerten betroffen sind.

Als weitere Maßnahme wurden 2024 die sogenannten Soli-Tickets eingeführt. Verkauft wurden von diesen Sponsoren-Karten rund 1.500, in diesem Jahr liegt die verkaufte Anzahl bei etwa 800 Tickets. Unter dem Strich bedeutete auch das 10.000 Euro weniger in der Kasse.  Der Vorverkauf läuft weiterhin. Die Soli-Tickets gehören zu den weichen Faktoren; also jenen, mit denen man im Vorfeld nicht wirklich kalkulieren kann.

Eingespart wurde insbesondere bei der Infrastruktur. So fehlt wiederum die Flut-Bühne, wodurch zugleich die Personalkosten und die Miete für die Technik wegfallen, also begonnen bei der Bühne mitsamt Zelt bis hin zur Audio- und Lichttechnik. Weitere Einsparmöglichkeiten können die Veranstalter derzeit nicht identifizieren. Jeder Techniker weniger ist gleichbedeutend mit geringeren Kosten. Allerdings wird auch die Atmosphäre der Veranstaltung zunehmend gedämpft.

Die großen Hoffnungen liegen erstens bei der Gastronomie als größte Einnahmequelle der Veranstaltung, die immerhin rund 40 – 50 Prozent der Gesamteinnahmen in die Kasse spült. Die Rede ist von 300.000 bis 400.000 Euro. Und zweitens hofft man auf gutes Wetter, damit die Festival-Pilger die Zeit auch wirklich ausgiebig nutzen, die Konzerte genießen und auch den einen oder anderen Euro für Getränke und Co. am Osterdeich lassen.

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