Bremer Weihnachtsmärkte: Zwischen Weihnachtsflair und verschärftem Sicherheitskonzept

Am 24. November startet der Bremer Weihnachtsmarkt, bei dem wieder mehr als 170 Stände auf dem Domshof, Marktplatz und dem Kirchhof der Unser-Lieben-Frauen-Kirche Glühwein, Süßigkeiten und viele weitere festliche Dinge der vorweihnachtlichen Saison anbieten werden. Und auch in diesem Jahr wird es in der Hansestadt weitere Weihnachtsmärkte geben, auf denen Bremerinnen und Bremer sich ebenso wie touristische Besucher beim besonderen Ambiente gesellig zusammenfinden wollen. Doch wie selten zuvor schwebt über allem die Frage der gefühlten Sicherheit.

Im Gegensatz zur Vergangenheit wird das Sicherheitskonzept deutlich geschärft, das aus erhöhter Polizeipräsenz, Videoüberwachung und einem Waffenverbot besteht. Sowohl Polizei und Ordnungsamt als auch private Sicherheitsfirmen sind präsent, um für Sicherheit zu sorgen. Zusätzliche Kontrollen können auch ohne konkreten Anlass durchgeführt werden, was dazu beiträgt, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

Die Polizei wird während der gesamten Veranstaltung durchgängig auf den Weihnachtsmärkten präsent sein. Die Anzahl der Überwachungskameras wurde deutlich erhöht (von zwei auf 33), um die Märkte effektiver überwachen zu können. Polizei, Verwaltung und Ordnungsbehörden setzen zertifizierte Sperrsysteme für den Schutz des Weihnachtsmarkts in Bremen ein. Insgesamt werden Millionen für mehr Sicherheit ausgegeben.

Bereits der Freimarkt hatte gezeigt, wie konträr Ausgelassenheit und verschärfte Sicherheitsmaßnahmen sich gegenüberstehen. Viele Menschen hatten moniert, dass in einer Umgebung, in der etwa Video-Kameras mit Rückmeldungen an die Einsatzzentralen für permanente Kontrolle positioniert sind, Zugangskontrollen und die stark erhöhte Präsenz der Polizeikräfte, die darüber hinaus durch gewerbliche Sicherheitsdienst unterstützt wurden, kaum wirkliche Stimmung aufkommen ließen. Auf der anderen Seite stand und steht die Notwendigkeit, eben solche Maßnahmen durchzuführen. Gleichwohl sind vielfach Stimmen derer zu hören, die sich der potenziellen Bedrohung nicht beugen wollen. Wie sich das schlussendlich auf die Weihnachtsmärkte auswirken wird, bleibt abzuwarten.

+++

((Beitragsbild oben: Bremer Weihnachtsmarkt – Bildquelle: WFB – Melanka Helms-Jacobs))

 

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert