Bremer Raumfahrtunternehmen OHB feiert erfolgreichen Start der Hera-Mission
Die Hera-Mission der ESA (European Space Agency) dient keinem geringeren Zweck als der Planetenverteidigung. Um die Kollision der NASA-Raumsonde Dart mit dem Asteroiden Dimorphus zu untersuchen, startete gestern, am 7. Oktober, die Asteroidensonde Hera um 16:52 MESZ mit einer Falcon-9 Rakete von der Cape Canaveral Space Force Station (Florida, USA) ins All. Entwickelt, gebaut und getestet wurde die Sonde von der Bremer OHB System AG, einem Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE.
Obwohl die Wahrscheinlichkeit eines größeren Asteroideneinschlags auf der Erde gering ist, könnten die möglichen Folgen für die Menschheit schwerwiegend sein. Deshalb arbeiten Raumfahrtorganisationen akribisch an Lösungen, um im Ernstfall einen solchen Einschlag verhindern zu können.
Vor zwei Jahren, am 26. September 2022, hatte die NASA eine Raumsonde in den Asteroiden „Dimorphus“ einschlagen lassen. Bei „Dimorphus“ handelt es sich um den kleineren Körper eines Doppelasteroiden, der den Hauptkörper „Didymos“ umkreist.
Tatsächlich bewirkte der Einschlag der Sonde eine Veränderung der Umlaufbahn des kleinen Asteroidenmondes. Somit gelang es erstmals in der Geschichte der Menschheit einen Himmelskörper von seiner Bahn abzulenken.
Doch bestehen noch viele offene Fragen, darunter: Wie hat der Asteroid als Ganzes auf den Einschlag der Raumsonde reagiert? Hat der Einschlag einen Krater hinterlassen oder ist der Asteroid völlig umgestaltet? Und wie viel Material wurde bei dem Einschlag in den Weltraum geschleudert?
Darauf soll sie ESA-Asteroidensonde Hera Antworten finden, wenn sie, wie geplant, in zwei Jahren „Dimorphus“ erreicht.

Hera soll unter anderem Informationen über die Folgen des Einschlags der NASA-Sonde DART auf dem Asteroiden „Dymorphus“ liefern. (Foto: OHB)
„First Signal“ empfangen
In nur vier Jahren wurde die Sonde von der Bremer OHB System AG entwickelt, gebaut und auch getestet.
„Eine der größten Herausforderungen dieser Mission war der enge Zeitplan. Eine derartige Sonde mit all ihren Instrumenten in nur vier Jahren so weit zu bringen, dass wir jetzt tatsächlich starten können, ist das Resultat einer einzigartigen Teamleistung“, betonte Dr. Stefan Voegt, Hera-Projektleiter bei OHB. „Ich danke der ESA und allen Partnern für die wirklich gute Zusammenarbeit.“ Voegt saß am Starttag in Florida im Kontrollcontainer und gab das „Go“ für die Sonde.
Nach der Separation von der Rakete, sendete Hera um 18:13 Uhr MESZ dann ein erstes Lebenszeichen aus dem All.
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Bild ganz oben: Mit einer Falcon-9-Rakete des US-amerikanischen Raumfahrtunternehmens SpaceX startete die Asteroidensonde Hera erfolgreich ins All.
Foto: SpaceX










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