Bremer Philharmoniker feiern ihre 200. Spielzeit
„200 Jahre, ein Fest“ – so lautet die Botschaft, mit der die Bremer Philharmoniker ihre Jubiläums-Spielzeit starten. Mit Freude und Stolz blickt das Orchester auf seine traditionsreiche Geschichte zurück und mit inspirierenden Konzertprogrammen und innovativen neuen Konzertformaten in die Zukunft.
Als eines der ersten bürgerlich gegründeten Orchester Deutschlands und Europas, war es immer schon das Anliegen der Bremer Philharmoniker, die Faszination und Aktualität klassischer Musik einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
200 Jahre werden nun zum willkommenen Anlass genommen, die programmatische Vielfalt, die leidenschaftliche Spielfreude mit illustren Geburtstagsgästen zu feiern:
So finden sich in der Konzertsaison 2024/2025 zahlreiche Werke anderer berühmter Jubilare wie etwa Maurice Ravel, Bedřich Smetana und Charles Ives, Konzerte mit renommierten Wegbegleitern wie Frank Peter Zimmermann und Ulf Schirmer und mit herausragenden internationalen Musikern der jüngerer Generation.
Am 22. Juni präsentieren die Bremer Philharmoniker um 11 Uhr in der Bremer Glocke musikalische Highlights ihrer Jubiläums-Spielzeit. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und das ausführliche Programm der Spielzeit 2024/2025 sind ab sofort online zu finden: Zum umfangreichen Jubiläums-Programm geht es hier.
Bekannte Klassiker und zeitgenössische Werke
„In unserer 200. Spielzeit lassen wir jedes Konzert zu einem Fest werden. Wir präsentieren Meilensteine der Musikgeschichte von der Wiener Klassik bis zur Spätromantik und Kompositionen aus dem 20. und 21. Jahrhundert, die diese Geschichte weiterschreiben“, so Generalmusikdirektor Marko Letonja.
Schon immer sei es dem Orchester wichtig gewesen, neben den großen bekannten Klassikern auch zeitgenössische Werke aufzuführen. So haben die Bremer Philharmoniker 1868 das Deutsche Requiem des damals 35-jährigen Johannes Brahms uraufgeführt sowie Werke von Liszt, Mendelssohn Bartholdy oder Schumann zu deren Lebzeiten im Programm gehabt.
„Verpflichtung die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft anzunehmen“
Mit Paul Hindemith, Krzystof Penderecki oder Peter Maxwell Davis waren zudem namhafte Komponisten zu Gast, die wie Brahms selbst am Dirigentenpult des Orchesters standen. Keine Frage also, dass es auch in der 200. Spielzeit eine Uraufführung geben wird.
„Zu einem Jubiläum gehört selbstverständlich ein Blick zurück. Aber Tradition darf nie zum Selbstzweck werden. Wir verstehen unsere lange, ruhmreiche Geschichte als Orchester, das aus der Mitte der Bremischen Bürgerschaft gegründet wurde, vielmehr als Verpflichtung, die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft anzunehmen“, erklärt Intendant Guido Gärtner.
Domizile: Glocke und Tabakquartier sowie soziales Engagement
Zum wichtigsten Veranstaltungsort der Bremer Philharmoniker hat sich neben der Glocke die Halle 1 im Tabakquartier etabliert. „In der Glocke und in unserem Domizil im Tabakquartier haben wir den Raum dafür, die integrative Kraft der Musik wirken zu lassen. Dies benötigen wir heute mehr denn je“, so der Intendant weiter.
Zu einer wahren Erfolgsgeschichte hat sich die Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker entwickelt. An mittlerweile vier Bremer Standorten und bei Projekten in Schulen und KiTas konnten in der vergangenen Spielzeit mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche klassische Orchesterinstrumente ausprobieren, in Trommel-Workshops das Zusammenspiel mit Schlaginstrumenten aus aller Welt erleben, an interaktiven Schulkonzerten teilnehmen und in Schulprojektwochen gemeinsame Aufführungen mit Orchestermusikern einstudieren.

Musikwerkstatt Marssel der Bremer Philharmoniker in der Schule an der Landskronastrasse, mit Gamelan-Orchester und Trommeln (Foto: Joerg Sarbach)
„Das Angebot der Musikwerkstatt umfasst derzeit 14 verschiedene Workshops, 13 Schulkonzerte und fünf Schulprojekte. Mehr als 70 Bremer Schulen haben regelmäßig Kontakt mit dem musikpädagogischen Team des Orchesters, einige davon als Partnerschulen mehrmals im Schuljahr“, berichtet Marko Gartelmann, Projektleiter der Musikwerkstatt.
Bild ganz oben: Die Philharmoniker Bremen feiern ihre 200. Spielzeit – Aus jedem Konzert soll ein Fest werden.
Bildernachweis: Philharmoniker Bremen / Caspar Sessler










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