Bremer Koalition stellt Antrag für Extra-Abgabe auf zuckerhaltige Lebensmittel

30. 01. 2020 um 11:27:20 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Hersteller von Lebensmittel mit übermäßigen Zuckergehalt sollen eine Abgabe zahlen müssen. Zumindest, wenn es nach der Bremer rot-grün-roten Koalition geht. In einem Antrag fordert diese den Senat dazu auf, sich auf Bundesebene für eine solche „Extra-Abgabe“ einzusetzen.

Im Land Bremen war im Jahr 2017 beinahe jede zweite Person übergewichtig, heißt es im Antrag der Koalition. Fast jede sechste Person litt unter krankhafter Fettleibigkeit. Mangelnde Bewegung und der übermäßige Konsum von Zucker seien verantwortlich für diverse gesundheitlich alarmierende Befunde. Deshalb fordert die Regierungskoalition den Senat dazu auf, sich auf Bundesebene für eine Herstellerabgabe auf stark gezuckerte Produkte stark zu machen. Als ein positives Beispiel führt sie Großbritannien an. Hier habe eine Herstellerabgabe für Softdrinks mit einem Zuckergehalt ab 5 Gramm pro 100 Milliliter dazu geführt, dass die Hersteller den Zuckergehalt in vielen Getränken gesenkt haben. Mit dem dadurch eingenommenen Geldern könne man dann Aufklärungskampagnen zum Thema gesunde Ernährung finanzieren.

Nutriscore verpflichtend machen

Weiter fordert die Koalition, den bislang freiwilligen Nutriscore (eine Kennzeichnung, die über die Nährwertqualität eines Lebensmittels mithilfe von Ampelfarben informiert) verpflichtend zu machen sowie sich für ein Verbot von Werbung einzusetzen, das zum Ziel hat, Kinder zum Konsum von übermäßig gesüßten Lebensmitteln zu verleiten.

In der Bürgerschaftssitzung am 30. Januar wird die Bremische Bürgerschaft die Anträge diskutieren.

Das Team von “buten un binnen” (Radio Bremen) hat in einem Video zusammengefasst, was passiert, wenn der Mensch weniger Zucker zu sich nimmt:

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Foto: Wenn es nach der Bremer Koalition geht, sollten Hersteller von stark gesüßten Lebensmitteln eine Extra-Abgabe zahlen. Bildquelle: Fotolia.




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