Bremer Handelskammer zeigt Unverständnis für Verzicht auf Gewerbegebietsentwicklung an der Horner Spitze
Mit großem Unverständnis reagiert die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven auf die aktuelle Entscheidung des Koalitionsausschusses der Landesregierung, dass auf die geplante Gewerbegebietserweiterung an der Horner Spitze verzichtet wird. Handelskammer-Präses André Grobien sagt dazu: „Diese Entscheidung steht in deutlichem Widerspruch zu den strategischen Erfordernissen einer zukunftsorientierten Standortentwicklung.“
Mit dem Verzicht auf die Horner Spitze werde eine wichtige Chance für die Sicherung und Schaffung von mehreren hundert hochqualifizierten Arbeitsplätzen vertan. Die Entscheidung sei für die Wirtschaft nicht nachvollziehbar, die Handelskammer halte sie gerade auch mit Blick auf das offensichtliche Kompensationsgeschäft mit dem Gewerbegebiet Airport Stadt Süd nicht für verantwortungsvoll.
Die Bremer Wirtschaft, so der Handelskammer-Präses, sei bislang davon ausgegangen, dass mit dem von Senat und Bürgerschaft beschlossenen Gewerbeentwicklungsplan (GEP 2030) ein geeinter und verlässlicher Rahmen für die Gewerbeflächenentwicklung besteht. Präses André Grobien betont: „Die Horner Spitze war bislang Bestandteil dieses Konzeptes und steht so auch im Koalitionsvertrag. Hiervon nun überraschend abzuweichen, stellt das Gegenteil von Planungssicherheit und verlässlicher Rahmensetzung dar.“
Handelskammer nennt wichtigste Gründe, für die Erweiterung des Bremer Technologieparks an der Horner Spitze:
Bremen verfüge seit Jahren über einen äußerst angespannten Gewerbeflächenmarkt. Unternehmen aus hochinnovativen Zukunftsbranchen, die expandieren oder neu ansiedeln wollen, fänden kaum Flächen. Ebenso seien neue Gewerbeflächen eine der Grundvoraussetzungen für Investitionen, Innovationen und industrielle Wertschöpfung. Der Verzicht gefährde potenzielle Arbeitsplätze sowie wichtige Zukunftsprojekte lokaler Unternehmen. Weiter heißt es: „Gewerbesteueraufkommen, Zukunftsinvestitionen und wirtschaftliche Entwicklung hängen unmittelbar von geeigneten Flächen ab. Ohne ausreichende Flächen verliert Bremen an Attraktivität im Standortwettbewerb. Die Horner Spitze bietet verkehrlich optimal angebundene Voraussetzungen und ermöglicht eine städtebaulich wie wirtschaftlich sinnvolle Weiter-entwicklung bestehender Strukturen im Bereich Universität und Technologiepark.“
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((Beitragsbild oben: Handelskammer Bremen im Haus Schütting))




BremenNews - Jörn Petersen


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