Bremer Bahnstrom feiert 60-jähriges Jubiläum

Vor 60 Jahren wurde im Bremer Kraftwerk Mittelsbüren damit begonnen Strom zu produziert, um den Schienenverkehr mit elektrischer Energie zu versorgen. Unter dem Motto „Zug um Zug in die richtige Richtung“ lud Versorgungsdienstleister Swb am Montag, 25. November, zum Festakt am Kraftwerksstandort ein, um das Jubiläum der „bedeutenden energiewirtschaftlichen Zusammenarbeit“ zwischen Swb und DB zu feiern.

Ursprünglich begann die Versorgung der Bahn mit Bremer Strom als Dreiecks-Geschichte: Die Klöckner-Hütte hatte überschüssiges Gichtgas, die Stadtwerke wollten Erzeugung und  Kundenkreis erweitern und die Bundesbahn hatte Strom-Bedarf. Im Kraftwerk Mittelsbüren fand das recht zügig zueinander.

Baubeginn war 1962, schon Ende 1964 begann die Einspeisung in das Bahnnetz. Seitdem ist „Bahnstrom aus Bremen“ zu einer Art Markenzeichen geworden, das zunächst mit der Versorgung einzelner Strecken anlief:

Zunächst die Strecke von Bremerhaven nach Kassel und die von Hamburg nach Osnabrück. Mit Fertigstellung des Blocks 3 und der massiven Ausweitung der Produktion war das norddeutsche Bahnnetz dann fest in Bremer Strom-Hand. Heute ist jeder zehnte Zug in Deutschland mit Bremer Bahnstrom unterwegs.

Weitere neue gemeinsame Projekte im Gespräch

„Jeder zehnte Zug in Deutschland fährt mit Strom aus Bremen! Wir schauen auf eine beständige und partnerschaftliche Geschäftsbeziehung zurück“, kommentierte Dr. Karsten Schneiker, swb-Vorstandssprecher. Diese Partnerschaft fuße auf Vertrauen und gemeinsame unternehmerische Entscheidungen, die auch immer wieder mit hohen Investitionen in Bremen verbunden seien. „Aktuell sprechen wir wieder über mögliche gemeinsame neue Projekte.“

Florian Reuter, Vorsitzender der Geschäftsführung DB Energie, fügte hinzu: „Wir als DB Energie freuen uns sehr, dass wir mit der swb einen Partner an unserer Seite haben, mit dem wir gemeinsam die Geschichte der Elektrifizierung der Bahn in Deutschland bereits aktiv gestaltet haben und mit dem wir heute wieder gemeinsam an Ideen für morgen arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese vertrauensvolle Zusammenarbeit auch in Zukunft erfolgreich fortführen werden.“

„Kooperation ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch technologisch nachhaltig“

Laut Wirtschaftssenatorin Kristin Vogt sei die 60-jährige Partnerschaft zwischen Swb und DB Energie ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit und technologische Innovation die Grundlage für eine zukunftsfähige Infrastruktur schaffen. „Eine derartige Kooperation ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch technologisch nachhaltig“, so die Senatorin. Die Erfolgsgeschichte sei Motivation, „den Weg in Richtung klimaneutraler Mobilität konsequent weiter zu gehen.“

Seit 2016 wird der Strom für die Züge im Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk der Swb auf dem Gelände der Bremer Stahlwerke produziert und über Umrichter in das Bahnnetz eingespeist. Der Vertrag zur Stromlieferung läuft noch bis 2041. DB Energie verfügt über eine Leistungsscheibe von rund 200 Megawatt (MW) am GuD-Kraftwerk, um damit die Züge in Deutschland anzutreiben.

„Die hier produzierte Energie ist ein Rückgrat der Mobilität in Deutschland, verbindet Menschen und Regionen, fördert nachhaltigen Verkehr und entlastet das Straßennetz“, so Bürgermeister Bovenschulte.

 

Bild oben (von links): Dr. Marcel Krämer, Geschäftsführer swb Erzeugung AG & Co. KG, Dr. Karsten Schneiker, Sprecher des Vorstands swb AG, Florian Reuter, Vorsitzender der Geschäftsführung DB Energie, Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte

Foto: swb

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