Bremens erster Tiny Forest

Maximale ökologische Vielfalt auf minimaler Fläche: Im Bremer Stadtteil Osterholz wurde der Grundstein für ein zukunftsweisendes Naturprojekt gelegt. Auf gerade einmal 100 Quadratmetern – etwa der Fläche einer großzügigen Etagenwohnung – entsteht ein kleiner Wald, der innerhalb weniger Jahre ein stabiles Ökosystem bildet. 

 

Auf der Fläche hinter der Adresse „Am Siek 56“ setzten Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Quartier gemeinsam rund 30 heimische Baum- und Straucharten in die Erde. Grundlage für das Projekt der Initiative „Tiny Forests für Bremen“ ist die Methode des japanischen Pflanzenbiologen Akira Miyawaki. Durch die besonders dichte Bepflanzung entsteht dabei ein natürlicher Wettbewerb, der das Wachstum beschleunigt. „Wir wollen zeigen, dass man auch auf kleinen Flächen mitten im Quartier richtig viel für die Natur und die Lebensqualität tun kann. Es ist toll zu sehen, wie aus einer einfachen Grünfläche jetzt ein kleiner Urwald wird, von dem unsere Mieterinnen und Mieter direkt vor der Haustür profitieren – sei es durch die kühlere Luft im Sommer oder einfach als schöner Ort zum Verweilen. Dieser Wald wächst quasi mit der Nachbarschaft zusammen“, sagt Silke Loose, Vonovia Regionalleiterin Bremen Umland. 

Ein Modell für ganz Bremen?

 

Die Pflanzaktion bot Gelegenheit zum direkten Austausch im Wohnumfeld. Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedener Altersgruppen arbeiteten gemeinsam an der Umsetzung, informierten sich über die ausgewählten Baumarten und besprachen bereits die künftige Pflege des Areals. Auf diese Weise fördert das Projekt über den ökologischen Aspekt hinaus den Kontakt innerhalb der Nachbarschaft und die Identifikation mit dem eigenen Quartier. Der Tiny Forest wird in den kommenden drei Jahren intensiv begleitet und gepflegt, bis er sich als selbsttragendes System etabliert hat. Erweist sich das Konzept in Osterholz als erfolgreich, könnte das Modell für weitere Quartiersprojekte in ganz Bremen dienen.

Bildquelle: Vonovia/Hake

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