Bremen zieht sich aus der Europäischen Mobilitätswoche zurück

Mit „großem Bedauern und wachsendem Unverständnis“ reagieren die Organisatoren darauf, dass Bremen im Jahr 2025 erstmals seit über zehn Jahren nicht an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) teilnimmt. Die Entscheidung der Stadt würde „ein fatales Zeichen“ setzen und könne die Initiativen anderer Akteure schwächen. 

Noch vor wenigen Jahren wurde Bremen für sein Engagement im Rahmen der EMW bundesweit ausgezeichnet: Anno 2021 belegte die Stadt den zweiten Platz beim Wettbewerb des Umweltbundesamts in der Kategorie „Beste EMW großer Städte“ – dank kreativer Aktionen und der engen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft und engagierten Initiativen. Die Aktionswoche fungierte über mehr als ein Jahrzehnt hinweg als Praxislabor für urbane Innovationen: Durch temporäre Spielstraßen, Infotainment, öffentliche Diskussionen, Open-Air-Konzerten auf Parkhäusern sowie kreativer Parkraumnutzung wurde demonstriert, wie Stadtraum auf unterschiedliche Weise genutzt werden kann.

Aus der Verantwortung geschlichen?

Was viele nicht wissen: Die Organisation der Bremer EMW wurde nicht zentral durch die Stadt getragen, sondern vom Verein „autofreier StadTraum Bremen e. V.“ bzw. dem „Netzwerk Stadt neu denken!“ auf den Weg gebracht – mit hohem ehrenamtlichem Engagement und mit jährlicher Antragstellung auf Projektförderung über das Umweltressort. Dass Bremen „nun keinerlei Perspektive für alternative Formate bietet“ zeige, dass die Stadt sich aus der strukturellen Verantwortung zurückgezogen habe, obwohl sie gleichzeitig von der Außenwirkung über Jahre profitiert hat.

Bildquelle: Fotolia

 

 

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